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Die Chronik der SpVgg Greuther Fürth

2012 Aufstieg in die Bundesliga

Der Schuss ins Geschichtsbuch: Bernd Nehrig verwandelt am 20. April 2012 einen Elfmeter zum 1:1-Endstand beim FSV Frankfurt. Damit ist das Kleeblatt auch amtlich aufgestiegen.
Durch ein 2:2 im letzten Auswärtsspiel in Rostock sicherte sich die SpVgg auch die Meisterschaft der Zweiten Liga.
Die Väter des Aufstiegs feiern am Balkon. Der Vater des Wirtschaftswunders schaut geduldig zu: Fan vor der Büste des Fürthers Ludwig Erhard.
Rund 30.000 Menschen feierten unter dem Rathausbalkon den Aufstieg.

Die SpVgg Greuther Fürth wird mit 70 Punkten Meister der Zweiten Bundesliga vor Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt und steigt erstmals in ihrer Geschichte in die Bundesliga auf. Rund 30 000 Menschen feiern die Mannschaft auf dem Rathaus-Balkon. Nach dem Aufstieg bekommt die Südkurve ein Dach. Damit sind erstmals in der Geschichte des Sportparks Ronhof alle Plätze überdacht. Das Fassungsvermögen des Stadions beträgt nun 18 000 Besucher.

2008 Weiterer Ausbau des Stadions

Blick von der Gegengerade auf die Nordtribüne mit neuem Dach und das Gebäude VIP Nord.
Das Gebäude VIP Nord wurde in Modulbauweise erstellt. Die Bauzeit vor Ort betrug nicht einmal drei Wochen.

Die nächste Ausbaustufe des Sportparks Ronhof beinhaltet ein Dach über der Nordkurve und das Gebäude VIP-Nord mit Räumen für Verwaltung und Logen.

2005 Sportzentrum Kleeblatt

Ein Kunstrasenplatz und mehrere Rasenflächen stehen dem Kleeblatt-Nachwuchs zur Verfügung.
Das 2005 eingeweihte Sportzentrum Kleeblatt, unweit des Sportparks Ronhof, ist die Heimat des Nachwuchsleistungszentrums der SpVgg Greuther Fürth.

Das hauptsächlich dem Nachwuchs vorbehaltene „Sportzentrum Kleeblatt“, unweit des „Sportparks Ronhof“, wird auf dem Gelände des ehemaligen Tuspo Fürth eingeweiht.

2003 Hundertjähriges Jubiläum, Verschmelzung mit Tuspo Fürth

Mit einem großen Festakt feiert die SpVgg ihren 100. Geburtstag. Der Leistungsfußball wird in die „SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co. KG“ ausgegliedert. Der in großen finanziellen Schwierigkeiten steckende Nachbarverein Tuspo Fürth fusioniert mit der SpVgg.

Mit einer großen Show in der Stadthalle feierte die SpVgg ihr 100-jähriges Jubiläum.
Im Jahr 2003 trat der Tuspo Fürth der SpVgg Greuther Fürth bei. Das Panorama-Bild zeigt das Aussehen des damaligen Tuspo-Sportgeländes, das inzwischen zum Sportzentrum Kleeblatt umgestaltet wurde.

2002 KarstadtQuelle Versicherungen werden Hauptsponsor

Helmut Hack, ERGO Direkt-Vorstandsvorsitzender Peter M. Endres und Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung schnitten zur Feier der Vertragsverlängerung 2009 eine Torte an.

2000 Deutscher Hallenmeister

Beim seinerzeit beliebten „Budenzauber“ spielte sich die SpVgg bis ins Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Die SpVgg Greuther Fürth gewinnt die Deutsche Hallenmeisterschaft. Zwar wurde das Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach verloren, doch da der Gladbacher Lanzaat Marihuana geraucht hatte und deshalb bei der Doping-Kontrolle auffällig geworden war, wird die Borussia disqualifiziert und der SpVgg der Titel zuerkannt.

1997 Aufstieg in die Zweite Bundesliga

Die Rückkehr der SpVgg in das Profilager feierten schon 1997 Tausende von Menschen vor dem Rathausbalkon.

In der Saison 1996/97 tritt erstmals die SpVgg Greuther Fürth an. In der Regionalliga Süd belegt das von Armin Veh trainierte Team hinter dem 1. FC Nürnberg Platz zwei und steigt direkt in die Zweite Bundesliga auf. Das Playmobil-Stadion, die erste Renovierungsstufe des Ronhofs, wird noch vor dem Start der Zweitliga-Saison mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Besuchern eingeweiht.

1995 Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth

Die Architekten der Hochzeit zwischen der SpVgg Fürth und dem TSV Vestenbergsgreuth: Helmut Hack und der inzwischen verstorbene Edgar Burkart.

Nach eingehenden Verhandlungen stimmt die Jahres-Hauptversammlung der SpVgg Fürth im Oktober dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth als „juristische Person“ zur SpVgg Fürth bei.

1994 Qualifikation zur Regionalliga Süd

In der Regionalliga kam es zu einigen Derbys der SpVgg Fürth gegen den TSV Vestenbergsgreuth. Hier die Fürther Zettl und Auernhammer, ganz links der Greuther Harry Koch.

Die SpVgg Fürth qualifiziert sich für die neue Regionalliga Süd. Im ersten Spieljahr wird das Kleeblatt Dritter, der TSV Vestenbergsgreuth kommt auf Platz fünf.

1991 Aufstieg in die Bayernliga

Zu Beginn der Aufstiegssaison 90/91 wirft die SpVgg Fürth Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal. In dieser Szene streckt sich Teddy de Beer vergeblich nach dem Freistoß Achim Beierlorzers (nicht im Bild).

Nach drei dritten Plätzen gelingt im vierten Anlauf endlich der Aufstieg. In einem Entscheidungsspiel in Bayreuth werden die punktgleich an der Tabellenspitze eingekommenen Amateure des 1. FCN 2:1 geschlagen.

1987 Abstieg in die Landesliga

Nach dem Abstieg in die viertklassige Landesliga Mitte muss die SpVgg Fürth vier Jahre lang über Dorfsportplätze tingeln. Hier eine Szene vom Spiel in Memmelsdorf.

Nach drei Jahren im vorderen Tabellendrittel folgt eine katastrophale Saison, die mit dem Abstieg in die viertklassige Landesliga Mitte endet.

1983 Abstieg und Ronhof-Verkauf

Playmobil-Besitzer Horst Brandstätter (3. v. l.) unterschreibt den Ronhof-Kaufvertrag. Links neben ihm SpVgg-Präsident Helmuth F. Liebold.

Obwohl im gesamten Saisonverlauf nie auf einem Abstiegsplatz, fällt die SpVgg durch eine Niederlage am letzten Spieltag in Augsburg auf einen Abstiegsrang zurück und wird erstmals in der Vereinsgeschichte drittklassig. Die Schulden belaufen sich mittlerweile auf rund sechs Millionen Mark. Der Ronhof wird für 12 Millionen Mark an den Zirndorfer Unternehmer Horst Brandstätter (Playmobil) verkauft.

1981 Zweite Bundesliga

In der ersten Saison der eingleisigen Zweiten Bundesliga gastierte Schalke 04 im Ronhof. Hier trifft Fred Schaub gegen S04-Keeper Norbert Nigbur.

Die SpVgg Fürth qualifiziert sich für die eingleisige Zweite Bundesliga und belegt im Premierenjahr Rang 14 von 20 Mannschaften.

1974 Zweite Liga Süd

2. Liga Süd, 1977: Kleeblatt-Stürmer Lorenz Hilkes jubelt über seinen Flugkopfball-Treffer zum 2:0 gegen den FC Homburg, der in der ARD zum Tor des Monats gewählt wurde.

Die SpVgg Fürth schafft die Qualifikation zur neu eingeführten zweigleisigen Zweiten Bundesliga. Im ersten Spieljahr 1974/75 belegt die SpVgg Platz 15 unter 20 Mannschaften.

1969 Hoher Schuldenstand zwingt zum Teilverkauf

SpVgg-Zweitliga-Rekordspieler Bernhard Bergmann in einem Spiel gegen Jahn Regensburg. Im Hintergrund: Die Häuser auf dem Gelände, das zur Sanierung verkauft wurde, befinden sich gerade im Bau.

Die SpVgg Fürth hat 1,4 Millionen Mark Schulden angehäuft und verkauft zur Tilgung einen 1,4 ha großen Teil des Sportparks Ronhof.

1963 Keine Qualifikation zur Bundesliga

Die SpVgg Fürth ist, wie viele andere Traditionsvereine in Deutschland, nicht für die neue Bundesliga qualifiziert und muss in der zweitklassigen Regionalliga Süd antreten.

1963 gastierten die Bayern im Rahmen der Regionalliga Süd in Fürth. Hier fängt der junge Sepp Maier einen Angriffsball der SpVgg ab.

1954 Wunder von Bern mit Fürther Beteiligung

Herbert „Ertl“ Erhard war lange Jahre Kapitän der Nationalmannschaft und spielte 51 Mal für Deutschland.
Karl „Charly“ Mai war Mitglied der 54-er Weltmeisterelf.

Die Deutsche Nationalmannschaft schlägt Ungarn im Finale von Bern mit 3:2 und wird Fußball-Weltmeister. In der Finalelf steht mit Karl „Charly“ Mai ein Spieler der SpVgg, ein zweiter steht mit Herbert „Ertl“ Erhard, dem späteren Spielführer der Nationalmannschaft, im Kader.

1951 Einweihung der Tribüne und Qualifikation zur DM-Endrunde

Karl Kupfer attackiert beim DM-Endrundenspiel in der Glückauf-Kampfbahn einen Stürmer des FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener gewannen 2:1.

Die SpVgg Fürth belegt Platz zwei in der Süddeutschen Oberliga. In der Vorrunde zur DM kommt das Aus als Gruppendritter hinter Kaiserslautern und Schalke, noch vor St. Pauli. Die neu errichtete Haupttribüne, die noch heute das Bild des Ronhofs bestimmt, wird eingeweiht.

1950 Süddeutscher Meister und DM-Halbfinale

Süddeutscher Meister 1950 (v. l. n. r.): Goth, Vorläufer, Frosch, Helbig, Schade, Sieber, Nöth, Hoffmann, Plawky, Appis, Brenzke, Gottinger.

Nach dem sofortigen Wiederaufstieg wird die SpVgg mit dem damals in Deutschland so genannten „Wundersturm“ sogleich Meister der Oberliga Süd und damit Süddeutscher Meister. In der Deutschen Meisterschaft schaltet die SpVgg zunächst im Achtelfinale den STV Horst-Emscher mit 3:2 und den FC St. Pauli mit 2:1 aus. Im Halbfinale kommt dann das Aus durch eine 1:4-Niederlage gegen den VfB Stuttgart.

1948 Erster Abstieg

Horst Hoffmann und Willi Meier (rechts) im Doppelpass auf der ungemähten Blumenwiese.

1945 Brand der Tribüne, Beschlagnahmung

Nach dem Brand der Tribüne wurde zunächst eine Behelfstribüne ohne Dach errichtet.

Im Februar 1945 zerstört eine Brandbombe die aus Holz gebaute Tribüne des Sportparks Ronhof. Im April 1945 beschlagnahmt die US-Army den Ronhof. Den Verantwortlichen gelingt es, das Gelände relativ schnell zurückzubekommen. Nachdem der Nürnberger „Zabo“ beschlagnahmt bleibt, trainiert auch der 1. FCN in Fürth. Wahrscheinlich am 23. September wird das erste Nachkriegsspiel im Ronhof gegen den 1. FCN ausgetragen, das die Nürnberger 3:2 gewinnen.

1935 „Bayerischer Meister“ und Qualifikation zur Endrunde

Die Gauliga-Spiel im Ronhof wurden auch von hohen Nazi-Funktionären der Region besucht.

1933 Gleichschaltung

Auch die SpVgg Fürth musste, wie alle Oberligavereine, das Symbol der nationalsozialistischen Sportbewegung auf ihrem Trikot anbringen.

Am 14. August ’33 nimmt die SpVgg in einer außerordentlichen Hauptversammlung die Gleichschaltung vor. NSDAP-Mitglied Hans Pfeiffer wird geschäftsführender Vorsitzender, ein Jahr später Vorsitzender und bleibt dies bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

1931 Süddeutscher Meister und DM-Viertelfinale:

Die SpVgg Fürth siegt mit 27:1 Punkten in der Bezirksliga Nordbayern vor dem 1. FCN (20:8). In der Endrunde zur Süddeutschen Meisterschaft setzt sich das Kleeblatt mit 21:7 Punkten vor Eintracht Frankfurt und Bayern München durch. In der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft kommt nach einem 3:0-Sieg im Achtelfinale über die SpVgg Leipzig das Aus im Viertelfinale durch ein 1:3 gegen Hertha BSC.

1930 DM-Viertelfinale:

Freundschaftsspiel in Italien: Die SpVgg Fürth gewinnt bei Juventus Turin 3:1. Ganz rechts Trainer William Townley.

Die SpVgg qualifiziert sich als Süddeutscher Vize-Meister für die DM-Endrunde. Nach einem 4:1-Sieg über Tennis Borussia Berlin im Achtelfinale unterliegt das Kleeblatt dem Dresdner SC im Viertelfinale nach Verlängerung 4:5.

1929 Deutscher Meister

Hertha-Torwart Gelhar ist machtlos: Rupprecht hat abgezogen. Der Ball fliegt in der 85. Minute zum entscheidenden 3:2 für die SpVgg Fürth ins Berliner Netz.
Zum dritten Mal Deutscher Meister wurde die SpVgg Fürth mit (v. l. n. r.): Konrad Krauß, Urbel Krauß, Frank, Resi Franz, Heinrich Auer, Neger, Leinberger, Röschke, Rupprecht, Kießling, Hagen.

Im Achtelfinale treffen die Ronhofer im Nürnberger Zabo auf Fortuna Düsseldorf und siegen 5:1. Im Viertelfinale prophezeit die Fachwelt das Aus: In Hamburg-Altona wartet der favorisierte Titelverteidiger HSV. Doch die Fürther geben sich diesmal ökonomisch: In einer sicheren Abwehr rennen sich die Hamburger fest. Der 2:0-Sieg ist logische Konsequenz aus der Überlegenheit. Im Halbfinale stehen mit Hertha, dem FCN und der SpVgg drei Favoriten, der SC Breslau ist Außenseiter. Eine Einschätzung, die sich im Frankfurter Halbfinale bewahrheitet. 6:1 heißt es am Ende, und so steht die SpVgg im Endspiel, das im Nürnberger Stadion stattfinden soll. Während die SpVgg im Spaziergang ins Finale einzieht, muss zwischen Hertha und dem Club ein Wiederholungsspiel ausgetragen werden (das erste Spiel ging 0:0 aus), das die Hertha nach hartem Kampf 3:2 gewinnt. Berlin steht zum vierten Mal in Folge im Endspiel. Die SpVgg bereitet sich in Ruhe vor, gewinnt ein Testspiel bei TeBe Berlin 3:2. Vor 50.000 im Nürnberger Stadion siegt die SpVgg Fürth schließlich am 28. Juli 1929 in einem hart geführten, unansehnlichen Kampfspiel 3:2 gegen Hertha BSC Berlin und erringt den dritten Meistertitel ihrer Geschichte.

1927 5. Gewinn des Süddeutschen Pokals

Georg „Allan“ Frank schoss alle drei Tore im Pokal-Finale gegen FSV Frankfurt.

Die SpVgg Fürth gewinnt zum fünften Mal den Süddeutschen Pokal mit einem 3:0-Finalsieg über den FSV Frankfurt. Das Kleeblatt ist damit Rekordsieger dieses Wettbewerbs.

1926 Deutscher Meister und Sieg in Barcelona

1:0-Sieg in Barcelona: Der Fürther Willy Ascherl verfolgt einen Stürmer der Katalanen.
Die Elf, die den zweiten Meistertitel nach Fürth holte (v. l. n . r.): Hagen, Ascherl, Franz, Kießling, Seiderer, Urbel Krauß, Konrad Auer, Leinberger, Kleinlein, Müller. Vorne: Tormann Hörgreen.
Georg Kießling bejubelt im Endspiel 1926 das Eigentor von Hertha BSC. Domscheid hatte seinen Keeper Götze mit einem Rückpass überrascht.

Die Fürther sind nach einem Formtief auf dem aufsteigenden Ast. Zu verdanken haben sie dies William Townley. Adolf Riebe, der Österreicher, hatte kein glückliches Händchen als Coach gehabt, so holte man Townley zurück. Die Endrunde beginnen die Fürther mit einem 5:0 gegen Viktoria Forst, entzaubern dann den SC Breslau in Leipzig mit 4:0 und erspielen sich im Halbfinale im Düsseldorfer Rheinstadion ein jederzeit verdientes 3:1 gegen Holstein Kiel. Das Endspiel in Frankfurt, das nie gefährdete 4:1 gegen Hertha BSC, zeigt die SpVgg Fürth endgültig auf der Höhe ihrer Fußball-Kunst: Der zweite Titel ist gewonnen, in einer Art und Weise, die ganz Fußball-Deutschland Bewunderung abverlangte. Auch international beweisen die Fürther ihre Extraklasse: Auf der dritten Spanienreise besiegen sie am 5. Dezember 1926 den FC Barcelona durch ein Tor von Ascherl mit 1:0. Es ist der erste Sieg einer deutschen Mannschaft in Barcelona, ein Sieg, der in ganz Europa für Aufsehen sorgt. Im Jahr 1926 gehört die SpVgg Fürth zu den besten Vereinsmannschaften Europas.

1923 Deutsche Meisterschaft – Halbfinale

Die Ausnahmestellung der Fürther Mannschaft im Jahr 1923 demonstrierte die Berufung von fünf Kleeblatt-Trägern für das Länderspiel im Januar in Mailand gegen Italien. Oben, 3. v. l.: Hans Lang. Sitzend v. l.: Sepp Müller, Resi Franz, Lony Seiderer, Hans Hagen. Seiderer schoss das 0:1, Italien gewann aber 3:1.

Die Endrunde zur Süddeutschen Meisterschaft sieht die Fürther als überlegenes Team mit 7:1 Punkten, und der 4:0-Erfolg über die Sportfreunde Breslau im Viertelfinale in Hannover scheint die Favoritenrolle zu untermauern. Doch im Halbfinale kommt am 27. Mai das Aus in Stettin: Der Berliner Vertreter Union Oberschöneweide – heute Union Berlin – wirft das Kleeblatt sensationell mit 2:1 aus dem Rennen.

1920 Deutscher Vizemeister

Deutscher Vize-Meister 1920: (v. l. n. r.): Hagen, Resi Franz, Leinberger, Kleinlein, Neger, Kießling, Müller, Seiderer, Auer, Frank. Vorne sitzend: Hans Krauß.

Mit 7:0 über Borussia Mönchengladbach und 4:0 über die Sportfreunde Breslau spielen sich die Fürther ins Finale, wo man zum ersten und einzigen Male in einem Endspiel auf den 1. FC Nürnberg trifft. Die Nürnberger gewinnen in einem ausgeglichenen Spiel 2:0.

1914 Erste Deutsche Meisterschaft

Zum ersten Mal hat eine Mannschaft aus Bayern die Süddeutsche Meisterschaft gewonnen und darf an den Titelkämpfen um die Viktoria teilnehmen. Die außergewöhnliche Dramatik des DM-Semifinals, das mit 4:3 nach 167 (!) Minuten gegen den Berliner BC 03 gewonnen wurde, hat den Fürthern zu Selbstsicherheit verholfen. Der größte Teil der 4.000 Zuschauer auf dem Viktoria-Sportplatz in Magdeburg ist aus Leipzig, während aus Fürth gerade Mal hundert Fans dabei sind. Den Sonderzug zum Endspielort hat die Eisenbahndirektion Nürnberg nicht zur Verfügung gestellt. Nach 120 Minuten ist nichts entschieden, es steht 2:2. Nach dem erneuten Anpfiff wird das nächste Tor die Entscheidung bringen. In der 154. Minute wird der Ball nach einer Fürther Ecke aus dem Leipziger Strafraum geschlagen. Er kommt zu Weiß. Dessen Flanke nimmt Karl Franz auf. Er schießt, der Ball wird abgewehrt, und im Nachsetzen köpft der Fürther Stürmer ein. 3:2. Die SpVgg Fürth ist Deutscher Meister.

SpVgg-Kapitän Julius Hirsch (rechts) bei der Platzwahl mit Schiedsrichter von Pacquet und Leipzigs Spielführer Hesse.
Die Meisterelf 1914 (stehend v. l. n. r.): Wellhöfer, Jakob, Burger, Schmidt, Weicz, Hirsch, Wunderlich, Riebe. Vorne: Seidel, Polenski, Karl Franz.
Eine Szene aus dem Finale vor dem Fürther Tor.

1910 Sportpark Ronhof

Im Februar 1910 beschließt die Hauptversammlung mit 100:1 Stimmen den Ankauf des Geländes, das noch heute den Namen Sportpark Ronhof trägt. Das Gelände liegt in der Gemeinde Ronhof, die noch nicht zur Stadt Fürth gehört und erst 1927 eingemeindet wird. 32.000 Reichs-Mark müssen für den Grundstückskauf aufgebracht werden, 24.000 Mark für zwei Fußballplätze, die Laufbahn, Tennisplätze, das Klubhaus und die Tribüne mit den Kabinen. Die SpVgg hat aus eigener Kraft die größte Sportstätte des Deutschen Reiches geschaffen. Einweihung des neuen Geländes ist am 11. September 1910.

Die Aufnahme vom Bau des Sportparks Ronhof zeigt das halb fertige Hauptspielfeld, das heute noch exakt an der gleichen Stelle liegt.

1906 SpVgg wird selbständig, Bau des ersten eigenen Platzes

Seit 1905 trugen die SpVgg-Fußballer das Kleeblatt auf der Brust.
1906 baute die SpVgg Fürth im Wiesengrund an der Vacher Straße ihren ersten Platz. Hier eine Szene vom Spiel gegen die SpVgg Leipzig (1909, 3:2-Sieg vor 1.800 Zuschauern).

Ende des Jahres 1905 zählte man 66 Fußballer, die in drei Mannschaften aktiv waren. Der Platz am Schießanger wurde zu klein, zumal die Wettspiele von immer mehr Zuschauern besucht wurden. Händeringend suchte man nach einem neuen Vereinsgelände. Dies fand man im Wiesengrund, an der noch heute existierenden Vacher Straße. Die SpVgg, immer noch eine Abteilung des TV 1860, wollte ihre Satzung ändern. Höhere Mitgliedsbeiträge, die Aufnahme von Jugendlichen und höhere Eintrittsgelder bei den Spielen, die allesamt den Fußballern zu gute kommen sollten, hatte die Vorstandschaft des TV jedoch abgelehnt. Den Verantwortlichen der SpVgg war klar, dass sie in ihrer Fortentwicklung gehindert wurden. Am 21. September 1906 fasste die Versammlung den Beschluss, aus dem Turnverein auszutreten. Am 23. November meldete sich die SpVgg offiziell ab und wurde selbständig.

1903 Gründung der SpVgg Fürth

Die vier Gründungsmitglieder der SpVgg Fürth: Hans Ruff, Balzer, Schöffel und Barthel (von links).
Die ersten Wettspiele wurden auf dem Jedermannsportfeld am Schießanger ausgetragen.

Faustballer im TV 1860 hatten den Anstoß gegeben. Fußballspiele werden auf dem städtischen Platz am Schießanger ausgetragen, der Mitgliederstand wächst, doch immer noch hat das Kind keinen Namen. So trifft man sich am 23. September 1903 im Restaurant Balzer in der Fürther Gustavstraße. Die 1902 gewählte provisorische Vorstandschaft wird bestätigt, man gibt sich Statuten und nennt sich „Spielvereinigung des Turnvereins Fürth“. Mit zwei aktiven Mannschaften und 28 Mitgliedern geht es los, und mit Hilfe einer um die Jahrhundertwende zur Beschaffung von Geld in Vereinen sehr beliebten Christbaumverlosung erhöht sich das Startkapital der jungen Fußballer auf stolze 100 Mark, die zu Beginn des Jahres 1904 sogleich bei der städtischen Sparkasse angelegt werden.

 
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