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Bernd Nehrig

Mutig nach vorne

„Gut trainieren und fit werden“ hatte sich Bernd Nehrig vorgenommen, nachdem er im Sommer zur SpVgg gewechselt war. Schließlich wollte er erst mal den Rückstand aufholen, den ihm ein während seines halbjährigen Gastspiels in Unterhaching erlittener Außenbandriss im Sprunggelenk beschert hatte. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Schwabe im Kleeblatt-Trikot nicht nur diese Vorhaben umgesetzt hat.

Bisher hat der Stürmer nämlich nicht nur super trainiert, sondern auch auf dem Platz überzeugt. Neben den beiden Toren im Pokal in Darmstadt und gegen Mainz war Nehrig als unermüdlicher Kämpfer dabei, der die Vorgaben von Trainer Bruno Labbadia, dass auch die Stürmer voll in die Defensive mit eingebunden sind, umsetzte. Pausieren musste er nur im vergangenen Heimspiel gegen St. Pauli wegen einer Blessur am Fuß, die aber längst ausgestanden ist. „Wenn man eine neuformierte Mannschaft hat, weiß man nicht, wo man steht – doch es lief bisher sehr gut“, freut sich Nehrig. Von Anfang an, so erzählt der 20-Jährige, habe Bruno Labbadia deutlich gemacht, dass die Taktik der SpVgg mit sehr viel Laufarbeit und dem dementsprechenden Aufwand verbunden sei. „Wir haben sehr intensiv trainiert, da wir vieles auch in Spielformen mit dem Ball machen, macht es durchaus Spaß“, sagt Nehrig.

Der Angreifer hatte im Übrigen schon vor einem Jahr Kontakte zur SpVgg. Dass es nun mit dem Wechsel nach Fürth klappte, liegt auch an Bruno Labbadia. „Ich habe ja mit den VfB-Amateuren in der Regionalliga gegen Darmstadt gespielt, daher kannte mich der Trainer“, erläutert Nehrig. Den Ronhof kennt der gebürtige Steinheimer ebenfalls schon länger: Mit der VfB-Jugend kickte er schon gegen das Kleeblatt, zuletzt im DM-Halbfinale im Ronhof, wo sich die Schwaben durchsetzten. Am Ende durfte Nehrig die Meisterschaft feiern.

Dass er nun in vorderster Front spielt, war eine zufällige Entwicklung. „Wir hatten bei den VfB Amateuren Personalnotstand, so musste ich in den Sturm. Das hat dann hervorragend geklappt.“ Angefangen hat Nehrig in der frühesten Jugend mal als Torwart und hat sich nun buchstäblich durch die Mannschaftsteile nach vorne gekämpft. Nach vorne gekämpft hat sich auch die SpVgg, und dort will sich Nehrig, der in Stuttgart noch eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert hatte, mit seinen Mannschaftskameraden lange behaupten: „Wir sind zu Recht da vorne. Aber wir müssen noch vieles lernen. Vor allem im Spiel nach vorne müssen wir noch mutiger werden“, sagt Nehrig.

(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 3 vom Freitag, 21. September 2007)

Position
Mittelfeld
Geboren
28.09.1986 in Heidenheim an der Brenz
Größe / Gewicht
1.80m / 79kg
Im Team seit
01.07.2007
Rückennummer
7
Nationalität
Deutsch
bisherige Vereine
TV Steinheim (1990-1998), VfB Stuttgart (1998-1/2007), SpVgg Unterhaching (1/2007-2007)

Tabelle

PlatzVereinPunkte
1SpVgg Greuther Fürth70
2Eintracht Frankfurt68
3Fortuna Düsseldorf62
4FC St. Pauli62
5SC Paderborn61
6TSV 1860 München57
71.FC Union Berlin48

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