
Geduld als Tugend - Christian Dorda nach Sehnenriss auf gutem Weg
Wo der eine oder andere talentierte Spieler ungeduldig mit den Hufen scharrt, wenn es um seine Einsätze bei den Profis geht, wirkt Christian Dorda abgeklärter. Und durchaus zufrieden. Denn der 22-Jährige ist heilfroh, dass er überhaupt wieder auf hohem professionellen Niveau Fußball spielen kann.
Im Januar 2010 war ihm nämlich die Patella-Sehne gerissen. „Es war gleich das erste Training nach der Ankunft im Trainingslager der Borussia in Spanien“, erinnert sich Dorda. Probleme an der Sehne hatte er schon zuvor, die Konsequenz einer längeren Pause aber gescheut. „Man will als junger Spieler die Chance nutzen. Das war ein Fehler, das weiß ich jetzt. Ich hätte die Verletzung auskurieren sollen.“ Operation und Reha verliefen leider nicht ganz reibungslos, es folgte eine lange Pause, in der der junge Mann auch viel Zeit zum Nachdenken hatte: „Man macht sich eben auch Gedanken, was wird, wenn es nichts mehr mit Fußball geht.“
In Gladbach war damit einer Fortsetzung seiner Karriere in der ersten Mannschaft ein Ende gesetzt. Das gesamte Nachwuchs-Leistungszentrum hatte der in der Nähe von Gladbach aufgewachsene Linksfuß durchlaufen, dann für die Borussia sieben Spiele in der ersten Mannschaft gemacht. Nun folgte im Sommer der Abschied: „Es war anfangs schon ein komisches Gefühl, wenn man so lange bei einem Verein ist, und dann geht man weg“, gibt Dorda zu, doch da man es ihm in Fürth leichtgemacht hat, sich einzufinden, ist er mittlerweile heimisch beim Kleeblatt. „Hier herrscht eine freundliche und familiäre Atmosphäre, was für alle jungen Spieler von Vorteil ist.“
In aller Ruhe soll Dorda nun sein Potenzial aufbauen. „Ich setzte mich nicht unter Druck. Momentan bin ich bei 80 Prozent, mir fehlt noch die Spritzigkeit im Antritt.“ Seinem Ziel, ein Jahr Fußball ohne Schmerzen zu spielen, ist der junge Mann aber schon mal näher gekommen.
(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 9 vom Samstag, 3. Dezember 2011)
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | SpVgg Greuther Fürth | 70 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 68 |
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 62 |
| 4 | FC St. Pauli | 62 |
| 5 | SC Paderborn | 61 |
| 6 | TSV 1860 München | 57 |
| 7 | 1.FC Union Berlin | 48 |