
Schnell integriert - Heinrich Schmidtgal ist in Fürth angekommen
Die ungewöhnliche Geschichte des Heinrich Schmidtgal wird nun dank der Auslosung durch Ronaldo weitergeschrieben: Das Los für die WM-Qualifikation fiel erneut auf Kasachstan, und so wird der Neu-Fürther mit seiner Nationalmannschaft wiederum gegen Deutschland antreten dürfen. Bis dahin dauert es noch. Und der Neuzugang aus Oberhausen kann sich erst einmal auf seine Aufgabe beim Kleeblatt konzentrieren.
Mit RW Oberhausen war Schmidtgal im vergangenen Spieljahr abgestiegen. Nun soll es in Fürth genau in die andere Richtung gehen. Dass der Kader der SpVgg das Zeug dazu hat, davon ist Schmidtgal überzeugt. „Das technische Niveau, das Tempo, die Spielgeschwindigkeit – alles ist hier höher als in Oberhausen“, sagt der 25-Jährige, dem die Umstellung nicht schwer gefallen ist: Von Beginn an ist er auf der hinteren linken Seite gesetzt. Und dass das Kleeblatt mit ihm einen guten Freistoßschützen dazu bekommen hat, sah man in Berlin, wo Schmidtgal den ersten Freistoß gleich zum wichtigen 0:1 verwandelte. Die Gelbrote Karte, die er im Verlauf des Spiels bekommen hat, bezeichnet der Linksfuß als „schon okay“, auch wenn sie sehr ärgerlich ist.
Doch Schmidtgal kann davon abgesehen mehr als zufrieden sein mit seinen ersten Wochen in Fürth: „Ich fühle mich sehr wohl und bin schnell integriert worden.“ In der Südstadt hat er eine Wohnung gefunden, von dieser Homebase startet er zum nächsten kasachischen Abenteuer Anfang September. Dann spielt er mit der Nationalmannschaft in der Türkei. Die Einsätze für Kasachstan sind für Schmidtgal mehr als sportliche Ereignisse: „Ich konnte einiges lernen über das Land, in dem ich geboren bin. Mein Onkel wohnt in der Nähe des Mannschaftshotels, in dem die Nationalspieler einquartiert werden. So konnte ich mich zum ersten Mal mit ihm treffen.“ Wie stark die kasachische Liga ist, kann Schmidtgal, der als zweijähriges Kind nach Deutschland kam, nicht komplett einschätzen. „Es gibt Fortschritte, aber es muss noch einiges geschehen, um Anschluss an die großen europäischen Fußballnationen zu gewinnen.“
(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 2 vom Sonntag, 6. August 2011)
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | SpVgg Greuther Fürth | 70 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 68 |
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 62 |
| 4 | FC St. Pauli | 62 |
| 5 | SC Paderborn | 61 |
| 6 | TSV 1860 München | 57 |
| 7 | 1.FC Union Berlin | 48 |