
Nur Frage der Zeit - Debüt von Kevin Kraus wird alsbald kommen
Wenige Minuten waren noch zu spielen am Millerntor, da machte sich Kevin Kraus bereit für seine Einwechslung. Doch plötzlich pfiff Thorsten Kinhöfer ab – ohne Nachspielzeit. Wenn man so will, dann hat der Schiedsrichter den 19-Jährigen um sein Debüt als Zweitliga-Spieler des Kleeblatts betrogen – Kraus nimmt’s mit Humor: „Als junger Spieler muss man halt Geduld haben.“
Sicherlich sieht das Nachwuchstalent den Nachmittag am Kiez gelassen, da es weiß, dass die Zeit für den ersten Einsatz kommen wird. Trainer Mike Büskens ist durchaus erfreut über die bisherigen Leistungen von Kraus, der auch in der Regionalliga nachgewiesen hat, dass er zu Recht als Innenverteidiger ins U19-Nationalteam berufen wurde. Begonnen hat der gebürtige Wiesbadener einst beim SV Niederseelbach, wechselte aber in der E-Jugend zum SV Wehen. Bei den Taunussteinern spielte sich der kleine Kevin in die Kreisauswahl. „Da bin ich den Spähern von der Eintracht aufgefallen und ging in der D-Jugend nach Frankfurt“, erzählt er und erinnert sich, dass der Wechsel ins 50 Kilometer entfernte Leistungszentrum leichter fiel, da zwei Mitspieler aus Wehen mit gingen: „Einer davon, Triadis Panagiotis, hat einen Vertrag bei Wehen unterschrieben.“
Zwei der drei kleinen Kicker haben es ins große Fußballgeschäft geschafft. Allerdings nicht bei der Eintracht. „Wahrscheinlich war die schwierige Saison mit dem Abstieg nicht die richtige Zeit, um junge Spieler zu fördern“, sagt Kraus, der Anfang des Jahres gegen Hannover 96 beim 0:3 zum ersten und einzigen Mal in der Bundesliga spielen durfte, aber im Sommer keinen Profivertrag angeboten bekam. „Da kam die Anfrage aus Fürth. Und da ich wusste, dass hier junge Spieler besonders gefördert werden, war das eine interessante Sache für mich.“
Nun hat Kevin Kraus das Kleeblatt- Trikot übergestreift. Einerseits gefällt es ihm, dass im Kader viele Talente in seinem Alter sind. Und andererseits ist er froh, sich von Haudegen wie Asen Karaslavov oder Thomas Kleine etwas abgucken zu können. Und er betont, „dass auch ein Verteidiger ab und zu mal ein Tor schießen darf.“ Man muss wissen: Der kleine Kevin, der einst von Wehen nach Frankfurt ging, tat dies als Stürmer: „Erst bei der Eintracht wurde ich umgeschult.“
(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 8 vom Sonntag, 20. November 2011)
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | SpVgg Greuther Fürth | 70 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 68 |
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 62 |
| 4 | FC St. Pauli | 62 |
| 5 | SC Paderborn | 61 |
| 6 | TSV 1860 München | 57 |
| 7 | 1.FC Union Berlin | 48 |