
Spiel gelenkt - Sebastian Tyrala zeigte beim SCP sein Potenzial
Manchmal reichen im Fußball ein paar Minuten, um sich als Sieger fühlen zu können. Bei Sebastian Tyrala war genau dies der Fall. Der Neuzugang war in Paderborn in der 72. Minute auf den Platz gekommen, riss das Geschehen an sich und bewies in dieser relativ kurzen Spanne, welches Potenzial er hat. In der 77. Minute hatte er sogar nach schöner Kombination das 0:2 auf dem Fuß, schoss aber zu zentral, sodass Lukas Kruse parieren konnte. „Schade, das Ding muss ich eigentlich machen“, ärgerte sich Tyrala. Ansonsten war er durchaus zufrieden: „Ich habe der Mannschaft helfen können. Wir haben gewonnen, und das ist das wichtigste.“
Im Sommer, die Geschichte ist hinlänglich bekannt, war Tyrala mit Cottbus fast einig, entschied sich doch für das Kleeblatt. Und hat diesen Schritt nicht bereut: „Mir gefällt es hier ausgezeichnet. Sportlich läuft es, und auch privat habe ich mich schon eingelebt.“ Tyrala hat nicht weit vom Ronhof eine schöne Wohnung gefunden. „Es ist doch wichtig, dass man einen kurzen Arbeitsweg hat“, lacht er und ist voll des Lobes über seine neue Mannschaft: „Wir haben hier sehr viel Potenzial, das sich im Laufe der Zeit noch mehr zeigen wird.“
Das ist auch der Grund, warum Tyrala keineswegs unzufrieden damit ist, dass er einige Male nicht von Beginn an dabei war. Die hohe Qualität des Kaders bedinge dies. „Klar will jeder in der Anfangsformation stehen. Aber ich werde mich weiterhin im Training anbieten und in meinen Einsätzen alles geben“, so der Mann, der einstmals bei Borussia Dortmund kickte und dort Bekanntschaft mit dem neuen Stern des deutschen Fußballs machte.
Dass Mario Götze schon in sehr jungen Jahren sein Talent bewies, hat Tyrala aus eigener Anschauung erlebt. Vielleicht wäre auch Tyrala schon weiter, immerhin stand er mit 16 Jahren schon im Bundesliga-Kader der Dortmunder. Doch zwei Verletzungen in der Saison 2005/2006 (Kreuzbandriss, Innenmeniskus) warfen ihn zurück. Inzwischen ist Tyrala, der einst in Polen geboren wurde, aber als Kind mit seinen Eltern nach Deutschland kam, wieder oben auf. In der deutschen U19 war er dabei, 2008 debütierte er in der polnischen Nationalmannschaft.
(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 3 vom Freitag, 19. August 2011)
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | SpVgg Greuther Fürth | 70 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 68 |
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 62 |
| 4 | FC St. Pauli | 62 |
| 5 | SC Paderborn | 61 |
| 6 | TSV 1860 München | 57 |
| 7 | 1.FC Union Berlin | 48 |