
Richtige Einschätzung - Thommy Kleine hat Entwicklung vorausgesehen
Wenn man Thomas Kleine im Ronhof über den Weg läuft, muss man sich immer erst vergegenwärtigen, dass man hier eigentlich einem „Neuzugang“ gegenüber steht. 2007 war der Abwehrspieler nach vier Jahren im Dress der SpVgg nach Hannover gewechselt, Anfang 2008 zog er weiter zu Borussia Mönchengladbach. Nun ist „Thommy“ zurück und es fühlt sich an, als wäre er nie weg gewesen. „Im Umfeld ist ja fast alles beim Alten geblieben. Dass ich da keine Anpassung brauche, war doch klar“, sagt Kleine, der mit seiner Freundin („Sie muss sich natürlich noch ein bisschen eingewöhnen“) und seinem kleinen Sohn nach Fürth gekommen ist.
Wie selbstverständlich hat der Abwehrspieler seinen Platz in der Innenverteidigung eingenommen, auch die Mitspieler haben den Neuen sofort als das angenommen, was er einst vor seinem Wechsel war: Der Kleeblatt-Kapitän. „Die Wahl hat mich gefreut und auch stolz gemacht.“ „Eine Herzensangelegenheit“, so sagt Kleine, sei die Rückkehr an den Laubenweg gewesen, trotz an derer Angebote war er von Beginn an sicher, den richtigen Schritt getan zu haben: „Der Start in die Saison hat bewiesen, dass ich recht hatte mit meiner Einschätzung. Diese junge Truppe hat sehr viel Potenzial.“ Das Potenzial des Kapitäns kommt nun Woche für Woche mehr zum Tragen. „Ich habe schon ein paar Wochen gebraucht, um wieder in den richtigen
Rhythmus zu kommen, Zuletzt hatte ich in Gladbach ja nicht mehr ganz so viel gespielt“.
Die vielen Partien in der Vorbereitung und die ersten echten Wettkämpfe haben Kleine nun geholfen, an seine alten Vorstellungen anzuknüpfen. Trotz einer schmerzhaften Knöchelverletzung stand er zusammen mit Marino Biliskov in den ersten Spielen sicher. „Es klappt gut mit Bili, unser Verständnis wird von Woche zu Woche besser.“ Dass die Konkurrenz auf seiner Position groß ist, hält der Spielführer für positiv: „Wir haben vier starke Innenverteidiger. Für die Mannschaft ist das ein Plus, wenn wir in der Breite mit so viel Qualität aufgestellt sind.“
Überhaupt hat der gesamte Verein wieder ein Stück an Qualität zugelegt, seit er weg war, findet Kleine: „Hier tut sich Jahr für Jahr was. Als ich weg ging, da stand das neue Gebäude zum Beispiel noch nicht. Es wurde an manchen Stellen renoviert und auch die Trainingsbedingungen sind noch besser geworden. Die SpVgg ist ein Verein, bei dem es immer vorwärts geht, und das mit finanziell seriösem Verhalten.“ Aktuell will Thommy mit seinen Kollegen den guten Saisonstart bestätigen: „Wir müssen so weiter machen, mit diesem Ehrgeiz und Engagement. Und zwar während der gesamten Saison. Dann schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt.“
(Porträt aus dem Kleeblatt Magazin Nr. 4 vom 25. September 2010)
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | SpVgg Greuther Fürth | 70 |
| 2 | Eintracht Frankfurt | 68 |
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 62 |
| 4 | FC St. Pauli | 62 |
| 5 | SC Paderborn | 61 |
| 6 | TSV 1860 München | 57 |
| 7 | 1.FC Union Berlin | 48 |