Wir sind nie am Ziel, wir sind immer auf dem Weg

Profis
Montag, 14.05.2018 // 15:39 Uhr

Diese letzten Minuten in Heidenheim – uns allen werden sie lange, vielleicht für immer im Gedächtnis bleiben. Dieser Ausgleichstreffer, der noch einmal alles, was wir in dieser höllischen Saison erlebt haben, verdichtete auf ein paar Minuten.

Ein paar Minuten, die über das Schicksal unseres Kleeblatts entschieden. Sie zogen sich endlos, sie wollten nicht vergehen, sie brachten noch einmal alle an den Rand des emotionalen Wahnsinns. Dann, endlich: Schlusspfiff. Selten hat man einem Schiedsrichter mit mehr Freude beim Pfeifen zugehört als in dieser Sekunde. Aus! Endlich! Der Rest war bei allen, die es mit dem Kleeblatt halten, glückselige Erleichterung. Wir, wir alle, haben es noch geschafft.

Trotz aller Freude, trotz aller Erleichterung: Am Ende dieser Saison müssen wir uns besinnen. In einer Zeit, in der unser Lieblingssport großen Veränderungen ausgesetzt ist, kann ein Verein wie die SpVgg nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen. Das ist kein leicht dahergesagter Spruch – nein, im Gegenteil: Es ist es alles, was uns ausmacht: Der Zusammenhalt. Der Wille, mit allen und für alle zu kämpfen. Für uns, für die Zukunft unserer SpVgg. Für die gemeinsame Liebe zu unserem Kleeblatt. Sie, diese Liebe, darf niemals abhängen vom Ausgang einer Saison, von einem Auf- oder Abstieg, von einem Sieg oder einer Niederlage.

Dieser Verein hat in seiner 115-jährigen Geschichte große Erfolge erlebt – aber auch schlimme Tiefen. Zwei Weltkriege dezimierten seine Mitglieder, seine erfolgreichen Mannschaften. Der erste Abstieg aus der Erstklassigkeit 1948, die finanziellen Probleme nach Gründung der Bundesliga, dann das Schicksalsjahr 1983 mit dem Abstieg aus der Zweiten Liga und dem Verkauf des Sportparks Ronhof. Alle diese schlimmen Situationen hatten eines gemein: Man stand zusammen und kämpfte dafür, dass der Verein wieder zu Größe kam. Und immer wurde es geschafft. Auch wenn die Anstrengungen groß waren wie die Zweifel, die sie begleitet haben.

Diese Zweifel zu besiegen, hintan zu stellen, mit Mut und positiver Einstellung in die Zukunft zu blicken, das ist die Grundtugend, die wir alle in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren benötigen werden. In welcher Liga das Kleeblatt auch immer spielt – der Glaube daran, gemeinsam den Weg in eine gute Zukunft gehen zu können, muss uns leiten. Zaudern, zögern, hadern – nein, wir dürfen keinen Schritt zurückweichen. Denn wir werden immer auf dem Weg sein, aber niemals am Ziel. Der Fußball dreht sich immer weiter, dieses faszinierende Spiel, so einfach, aber manchmal so kompliziert, so wunderbar, aber auch oft so schrecklich. Wer auf diesem Weg Schritt halten will, wer zu den Besten gehören will, der muss sich stets weiter entwickeln: Mit klarem Blick in die Zukunft, auf dem großen Fundament stehend, dass die Generationen zuvor im Zeichen des Kleeblatts errichtet haben.

Das Kleeblatt! Was bedeutet es uns? Was macht uns zu Kleeblättlern? Dass uns Vater, Mutter, ein Freund irgendwann  in den Ronhof mitgenommen haben? Dass wir Fußball lieben und uns einen Verein suchten, der zu dieser Liebe passt? Dass unsere Freunde das gleiche Kleeblatt im Herzen tragen? Die Gründe sind vielfältig - aber letztlich egal. Wichtig ist nur eines: Wir alle gehören zusammen.

Und in diesem Bewusstsein müssen wir die nächste Saison, die nächsten Jahre angehen: Mit Begeisterung für unseren Verein, aber mit Augenmaß und Realitätssinn. Denn wir sind weiter auf dem Weg. Und sei er noch so steinig – wenn wir ihn gemeinsam gehen, dann werden wir ihn bewältigen. Denn auf diesem Weg, zwischen all diesen Steinen, wird es immer blühen: Unser Kleeblatt!

 

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