Wenig Überraschungen

Die Pokalausgabe des Spieltagskommentars

Profis
Montag, 14.08.2017 // 16:37 Uhr

Auch die erste Runde des DFB-Pokals hat unseren Spieltagskommentator nicht kalt gelassen, der auf das Wochenende aus Kleeblatt-Sicht und generell nochmal zurückschaut.

Von außen betrachtet sieht es immer ganz einfach aus: Ein Profi-Team, das bei einem Fünftligisten im DFB-Pokal antritt, müsste eigentlich leichtes Spiel haben. Aber dieser Wettbewerb hat seine Tücken, und nur wenn auch die Profis mit großer Ernsthaftigkeit an die Aufgabe gehen, kommt es so, wie erwartet. Das Kleeblatt hat genau dies getan und somit die Partie der ersten Hauptrunde beim SV Morlautern klar mit 5:0 Toren gewonnen.

Philipp Hofmann hatte nach gut einer Stunde Feierabend.

Sascha Burchert, diesmal zwischen den Pfosten, nannte den Auftritt seiner Mannschaft „seriös“ - das war die Art und Weise, die Janos Radoki im Vorfeld gefordert hatte. Wie der Trainer, so nahmen auch die Spieler den Gegner ernst, und so kam das Kleeblatt nicht einmal andeutungsweise in Gefahr.

Das lag auch am gelungenen Debüt von Philipp Hofmann, der in der 16. Minute sein erstes Pflichtspieltor für die SpVgg schoss. Am langen Pfosten lauernd, bekam er den Ball und schloss in typischer Mittelstürmermanier ab. Drei Minuten später nahm er eine Vorlage von Jurgen Gjasula geschickt mit und schoss zum 0:2 ein. Damit war der Widerstand der Gastgeber bereits frühzeitig gebrochen, für den Rest des Spiels hatte das Kleeblatt den SV stets im Griff.

Auch David Raum trug sich in die Torschützenliste ein.

Für Hofmann war nach rund einer Stunde Feierabend, für ihn kam Serdar Dursun, der kurz vor dem Ende ebenfalls traf. David Raum und Sebastian Ernst waren die weiteren Torschützen in einem Spiel, das Janos Radoki hinterher als „ordentlich“ einstufte und das mit Mario Maloca und U23-Spieler Korbinian Burger neben Hofmann noch zwei weitere Debütanten im Kleeblatt-Dress sah.

Janos Radoki hat es schon angekündigt: Man wird an der Art und Weise arbeiten, mit der im letzten Drittel des Spielfeldes agiert wird. Mehr Konzentration bei der Ballannahme, mehr Willen im Abschluss, ein Tick mehr Übersicht beim Flanken – die Stellschrauben hat der Coach benannt, man wird nun daran gehen, sie auch in die richtige Richtung zu drehen.

Der höherklassige Verein kann ja gerne auf diese Dramatik verzichten, und so nehmen wir aus Fürther Sicht den im Endeffekt recht spannungsarmen Nachmittag im Stadion von Pirmasens gerne mit und klappen das erste Pokal-Kapitel der Saison zufrieden zu. Gespannt schauen wir nun auf Sonntag, wo nicht nur das Spiel in Kiel ansteht, sondern am Abend auch die zweite Pokalrunde gelost wird.