Veränderungen haben gefruchtet

Der Spieltagskommentar

Profis
Montag, 18.09.2017 // 15:28 Uhr

Auch unser Spieltagskommentator attestiert dem Kleeblatt eine gute Leistung und hebt nach dem 3:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf gleich mehrere Spieler besonders hervor. Einmal mehr fühlt er sich von dem Eindruck bestätigt, dass in der ausgeglichenen Zweiten Fußball-Bundesliga jeder jeden schlagen kann.

Tolcay Cigerci glänzte nicht nur wegen seiner drei Torvorlagen

So ist sie, die Zweite Liga: Der Tabellenführer fährt zum Schlusslicht und verliert sang- und klanglos und hoch verdient 1:3. Wir haben es im vorhergehenden Spieltagskommentar ja schon thematisiert: Ob man gegen den Ersten oder den Letzten spielt, ist in dieser ausgeglichenen Liga eigentlich egal. Wichtig ist nur, dass man selbst seine Leistung auf den Rasen bringt. Dem Kleeblatt ist das gegen Düsseldorf eindrucksvoll gelungen, sodass der Sieg mit etwas mehr Glück und etwas geneigteren Schiedsrichterentscheidungen höher hätte ausfallen können.

Aber sei´s drum: Den ersten Dreier des Spieljahres nehmen wir nicht nur zufrieden mit, sondern auch erleichtert: Denn dass das Team viel mehr Potenzial hat als in den ersten Wochen der Liga gesehen, war klar. Potenzial alleine schießt aber keine Tore, und so galt es, dieses nun zu wecken. Damir Buric hatte nur eine Woche Zeit, zu analysieren. Die eine oder andere Veränderung in der Aufgabenstellung der Spieler gab er dem Team mit auf den Weg. Das hat gefruchtet. Die SpVgg hatte bei ihren Angriffen genügend Personal vor dem gegnerischen Tor, so konnten man sich viele Torgelegenheiten erarbeiten.

Mit Selbstbewusstsein nach Braunschweig

Julian Green feierte eine gelungene Heimpremiere

Neben dem Heimdebüt der beiden Neuzugänge Julian Green und Levent Aycicek waren vor allem die drei Torvorlagen von Tolcay Cigerci bemerkenswert. Schade nur, dass der Linienrichter bei Cigercis wunderbarem Lupfer ins Netz zu Unrecht Abseits anzeigte und dem 22-Jährigen die Krönung des Auftritts mit einem eigenen Treffer verwehrte. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der technisch anspruchsvolle Flugkopfball von Marco Caligiuri zum 2:0 – es war tatsächlich das erste Tor des dienstältesten Kleeblatt-Kickers für die SpVgg! Und natürlich Doppeltorschütze Serdar Dursun, der diesmal als echter Strafraumstürmer agieren durfte und sich für Cigercis Vorlagen mit zwei Treffern bedankte.

Schön, dass an dieser Stelle mal wieder viele positive Aspekte aufblitzen – aber kaum sind diese Zeilen erschienen, geht es auch schon weiter und in Braunschweig  muss man von Beginn an mit gleicher Einstellung zu Werke gehen. Zumal die Eintracht sicherlich nicht, wie es die erstaunten Düsseldorfer taten, nach  der Anfangsphase zurückweichen wird. Wir dürfen uns also auf einen interessanten und vor allem intensiven Fight einstellen, in den die Spielvereinigung nach dem ersten Saisonsieg mit ausreichend Selbstbewusstsein gehen kann.