Wackeliges Gleichgewicht

Profis
Mittwoch, 25.10.2017 // 14:07 Uhr

Das Aus im Pokal ist immer ärgerlich. Am ärgerlichsten dann, wenn es wirklich vermeidbar ist wie bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Ingolstadt. 

Phantom-Abseits: Mario Maloca traf gegen Ingolstadt ins Netz. Sein Tor wurde allerdings zu Unrecht wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben.

Das Kleeblatt hatte in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung nämlich zunächst die besseren Chancen und wurde wieder einmal benachteiligt, als die Unparteiischen in der 32. Minute ein reguläres Tor von Mario Maloca im Anschluss an eine Ecke zu Unrecht wegen Abseits nicht gaben.

Es ist ja immer müßig, darüber nachzudenken, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn das Tor gezählt hätte. Möglicherweise wäre der sehenswerte Treffer von David Raum kurz nach dem Wechsel schon das 2:0 und eine kleine Vorentscheidung gewesen. Möglicherweise aber hätten die Gäste schon in der ersten Halbzeit ihre Bemühungen nach einem Rückstand verstärkt und dann auch schnell den Ausgleich geschafft. Einer der größten Fußball-Philosophen unserer Zeit, Herr Matthäus aus dem benachbarten Herzogenaurach, pflegt diese Unwägbarkeiten mit dem schönen Satz „wäre, wäre, Fahrradkette“ zu umschreiben. Wir ergänzen aus Gründen des Reimzwangs „hätte, hätte, Autofähre“, geben Herrn Matthäus aber recht: Man weiß es nicht. Von Vorteil war die Fehlentscheidung für das Kleeblatt aber sicherlich nicht.

Mit Zusammenhalt durch die schwierige Phase

Zusammenhalt gefragt: Vor allem in schwierigen Situationen gilt es, zusammenzustehen. Als nächstes gegen den SV Sandhausen.

Was man aber gesehen hat: Das Kleeblatt schaffte es nach der Führung nicht, Ruhe ins Spiel zu bekommen und machte den Ingolstädtern ihre Tore zur 2:1-Führung zu leicht. Das lange Zeit kompakte Gefüge der SpVgg kam durch die Gegentore aus dem Gleichgewicht, was natürlich auch der angespannten Situation zu verdanken ist. Rückschläge während der 90 Minuten sind momentan schwer aufzufangen. Natürlich auch, da die personelle Lage recht heikel ist. Man muss hoffen, dass der eine oder andere Spieler schnell wieder fit wird und sich keiner mehr verletzt. 

Man muss aber auch darauf setzen, dass die Ansätze von Stabilität aus der ersten Hälfte des Ingolstadt-Spiels nun ausgebaut werden. Schließlich sind die nächsten Wochen sehr bedeutend und bringen bis zum Ende der Vorrunde der Zweiten Liga eine Reihe von Gegnern, bei denen es ähnlich bescheiden läuft und die schon deswegen jederzeit schlagbar sind.

Von Sandhausen wollen wir mal nicht behaupten, dass es bescheiden läuft, immerhin ist der Gegner vom Samstag im oberen Tabellendrittel zu finden. Dennoch: Man spielt zu Hause und sollte diesen Vorteil nutzen. Dazu müssen im Übrigen alle ihren Beitrag leisten, denn nur mit Zusammenhalt wird das Kleeblatt die schwierige Phase überstehen…

 

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