Heimstärke als Trumpf in der engsten zweiten Liga

Der Spieltagskommentar zum Heimsieg gegen Heidenheim

Profis
Sonntag, 10.12.2017 // 16:25 Uhr

Auch im Fußball-Unterhaus hat es in den vergangenen Jahren nicht an Superlativen gemangelt. Wahrscheinlich können sich noch alle an den Slogan eines TV-Senders erinnern, der die beste zweite Liga angekündigt hat. Davon ist mittlerweile nicht mehr die Rede, aber Fakt ist, wir haben zum jetzigen Zeitpunkt eine der engsten Spielzeiten der vergangenen Jahre. Das und mehr in unserer aktuellen Ausgabe des Spieltagskommentars.

Ab und zu sollte man auch mal genau hinhören, was der Trainer des Gegners erzählt. Frank Schmidt, einst selbst Spieler beim Kleeblatt und in Vestenbergsgreuth, resümierte nach seiner Niederlage ganz sachlich: „Es war wie erwartet. Die Fürther haben sich in jeden Zweikampf geschmissen.“ Als Lob in dem Sinne war es gar nicht gemeint, einfach als Bestandsaufnahme. Und die beweist aus quasi „neutraler Sicht“, dass die Kleeblatt-Profis den Ernst der Lage verinnerlicht haben. Wer auf dem vorletzten Platz steht und einen Konkurrenten aus dem unteren Drittel der Tabelle im eigenen Stadion erwartet, der sollte zunächst nicht an fußballerische Feinheiten denken, sondern den Gegner bekämpfen. Gelingt dies, stellen sich einige gelungene Aktionen meist von selbst ein. Und so war es auch gegen Heidenheim, das mit einer Erfolgsserie und Selbstbewusstsein angereist war. Doch wieder einmal bewies die SpVgg, dass die Heimstärke der wichtigste Trumpf im weiteren Verlauf der Spielzeit werden kann. Der vierte Heimsieg in Folge, der zweite hintereinander, der mit einem „zu Null“ endete. Wir haben es an dieser Stelle schon des Öfteren betont, dass man die Grundlage für einen Aufwärtstrend zu Hause legen muss. Eindeutig ist das Kleeblatt hier auf dem richtigen Weg.

Lukas Gugganig und seine Teamkollegen haben gegen Heidenheim keinen Zweikampf gescheut.

Dass im winterlichen Spätherbst nicht jeder Doppelpass gelingt und jeder Steilpass auf den Zentimeter genau ankommt, kann man auch eine Klasse höher beobachten. Aber, um es noch mal zu zitieren, wenn man sich in jeden Zweikampf wirft, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg sehr groß. Es ist Damir Buric auf jeden Fall gelungen, der Mannschaft wieder ein kompaktes Auftreten zu vermitteln. Seine Ankündigung vor dem Spiel, dass man sich keine Sorgen über die kämpferische Einstellung für die Partie gegen den Gast aus Heidenheim machen solle, hat das Team Taten folgen lassen und dem spürbar großen Druck in Energie umgewandelt.

An dieser Stelle auch mal ein Blick auf die Tabelle: So nah zusammen war es in der Zweiten Liga von Rang sechs ab nach unten fast noch nie. Die Ausgeglichenheit der Liga schlägt sich ganz deutlich in der Tabelle nieder. Das ist Risiko und Chance zu gleich, denn der Abstand ins Mittelfeld ist nicht groß, andererseits punkten aber auch alle anderen Gegner relativ regelmäßig. Es heißt also, in jedem Spiel wie in einem Pokalspiel mit 110 Prozent Einstellung an den Start zu gehen.

Wiederholung gegen Darmstadt erwünscht

Unter diesem Motto geht es nun ins Abschlussspiel des Kalenderjahres. Es kommt Bundesligaabsteiger Darmstadt, der am eigenen Leib erlebt, wie schnell es in dieser Liga nach unten gehen kann. Dass die „Lilien“ ihren Trainer gewechselt haben, macht es wohl nicht einfacher in Sachen Spielvorbereitung, doch mit der Entschlossenheit der vergangenen Heimspiele muss dem Kleeblatt nicht bange sein.

 

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