Ungeschriebenes Gesetz schlägt zu

Der Spieltagskommentar

Profis
Montag, 18.12.2017 // 10:17 Uhr

So „modern“ der Fußball heutzutage auch daherkommt – manche ungeschriebenen Gesetzte sind halt immer noch gültig: Zum Beispiel, dass man, wenn man seine eigenen Chancen nicht nutzt, meist dafür bestraft wird. So erging es dem Kleeblatt gegen Darmstadt – wobei die Umstände denkbar unglücklich waren.

Denn einmal war der „Schuss“ von Altintop, der zum 1:1 führte, eine verunglückte Flanke, die sich auf den Quadratzentimeter genau zwischen den Torwarthandschuhen von Sascha Burchert und dem Tordreieck ins Netz senkte. Und zum anderen gab der Darmstädter den Schuss zu einer Zeit ab, zu der das Spiel längst hätte beendet sein müssen, denn die ohnehin schon sehr großzügige Nachspielzeit von drei Minuten war schon 40 Sekunden vorbei. Dass der Torschütze aufgrund eines Hand- und Foulspiels die Gelb-Rote-Karte hätte sehen müssen, macht die Sache nicht besser…

Fehlende Präzision und falsche Ideen

Sinnbild für Kleeblatt-Konter: zu viele Möglichkeiten lässt die SpVgg um Khaled Narey bei Tempogegenstößen liegen.

Ärgerlich und unnötig aus verschiedensten Gründen. Das Kleeblatt hatte eine kämpferisch vorzügliche Vorstellung geboten. Je länger das Spiel dauerte, desto weniger hatte man den Eindruck, dass den Gästen – die im ersten Durchgang bei einigen sehr guten Gelegenheiten an Burchert gescheitert waren - noch ein Treffer gelingen könnte.

Auch spielerisch hatte das Kleeblatt einige gute Szenen im Angebot, im Gegensatz zu den langen Bällen der Gäste wirkte das Fürther Spiel jedenfalls wesentlich strukturierter. Der Vorwurf, den man sich gefallen lassen muss: Bei den Überzahlkontern in der Endphase hätte man das Spiel entscheiden müssen, doch da fehlte es im entscheidenden Moment an Präzision oder der richtigen Idee zum Abspiel.

Der Trend zeigt nach oben

Kampf angenommen: Maximilian Wittek, hier gegen Wilson Kamavuaka, und alle im Kleeblatt-Dress werfen alles rein, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.

Zwei Punkte zu wenig also – aber die Erkenntnis, dass das Kleeblatt weiterhin einen Aufwärtstrend zeigt. Wichtig ist, dass das Team und alle darum herum die schwierige Situation angenommen haben und voll konzentriert alles in die Waagschale werfen. So muss es auch sein, denn die Aufgabe für die restlichen 16 Spiele bleibt schwer. Aber zu einer nüchternen Betrachtung muss man auch sagen: die Hinspielniederlage gegen Darmstadt hat vielen Mut gemacht für die Saison. Zum Auftakt der Rückrunde hat sich das Kleeblatt aber nochmal wesentlich gesteigert gezeigt, im Vergleich zum ersten Spieltag. War die Niederlage im Hinspiel unglücklich, war das Unentschieden dieses Mal nicht gerecht, selbst der Gästetrainer gab unumwunden zu, dass es nur ein glücklicher Punkt zu seinem Einstand war.

Nun ist erst einmal ein paar Tage Ruhe, Weihnachten und Silvester kann man den Kopf frei bekommen – dann geht es auch schon weiter. Damir Buric wird seine Mannen bereits am 3. Januar wieder zum Training versammeln. Jede Minute des Übens ist wichtig, um den Trend fortzusetzen und sich von den Abstiegsplätzen zu verabschieden. Alle, die es mit dem Kleeblatt halten, seien von dieser Stelle noch einmal aufgefordert, im neuen Jahr mitzuhelfen, um in der Tabelle nach oben zu klettern.

 

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