Ärgerliche Niederlage wegstecken

Der Spieltagskommentar zum Auswärtsspiel in Aue.

Profis
Dienstag, 20.03.2018 // 11:56 Uhr

Kleinigkeiten geben in dieser Liga den Ausschlag - das wird auch im Spieltagskommentar nach der Niederlage im Erzgebirge klar.

Da hat es das Kleeblatt wieder mal erwischt. In Aue setzte es eine 2:1-Niederlage, die man unter dem Strich auch als verdient bezeichnen muss. Wieder einmal zeigte sich, dass in dieser Liga Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Diesmal leistete sich das Kleeblatt ein paar Fehler zu viel, die Gastgeber waren hochkonzentriert und gewannen mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln. Eigentlich ganz ähnlich, wie es die SpVgg in den vergangenen Wochen getan hatte.

Ähnliche Analyse

Traf in der 86. Minute zum Anschluss: Khaled Narey gegen Calogero Rizzuto.

Nun kann man natürlich in allen Mannschaftsteilen kritikwürdige Punkte finden, sich über einzelne Fehler ärgern oder auch den einen oder anderen verlorenen Zweikampf zu viel monieren. Das ist immer so wenn man ein Spiel verliert, und selbst die Bayern können nach ihrer Niederlage in Leipzig eine ähnliche Analyse treffen. Andererseits muss man aber auch berücksichtigen, dass die positive Serie erwartungsgemäß nicht bis zum Saisonende halten konnte. Denn der ständige Druck, der seit Saisonbeginn auf dem Team lastet, lässt sich nicht immer komplett wegschieben.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit hat sich die SpVgg im Laufe der zweiten Hälfte ins Spiel gebissen. Den am Ende nur noch am eigenen Strafraum verteidigenden Gastebern reichte aber die Zeit, denn der Anschlusstreffer von Khaled Narey kam zu spät.

Kuriose Situation

Fortschritt trotz kleinem Rückschlag: dank Damir Buric stabilisiert sich das Kleeblatt immer mehr.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass das Kleeblatt trotz der guten bisherigen Rückrunde immer noch nur punktgleich mit dem Drittletzten ist: Der Ausgang dieses Montagsspiels führte zu einer noch kurioseren Situation in der Tabelle. Nüchtern betrachtet schweben nun alle Mannschaften ab Platz fünf (Arminia Bielefeld) abwärts in Abstiegsgefahr. Die Bielefelder haben 38 Punkte, Aue nun 33. Man darf prophezeien, dass es bis zum letzten Spieltag hin und her gehen wird.

Das Kleeblatt hat sich durch die guten Leistungen der vergangenen Monate in die Lage gebracht, mitten drin zu sein in dieser Masse von Teams. Das ist, trotz der Niederlage in Aue, der guten Entwicklung unter Damir Buric geschuldet. Mit der Überzeugung, dass man diesen Aufwärtstrend fortsetzen kann, muss man nun auch den ärgerlichen Rückschlag im Erzgebirge wegstecken.

Weitere Komponente

Der Sieg der Auer hat noch eine weitere Komponente: Kaiserslauterns Weg zum rettenden Ufer ist fast aussichtslos lang geworden (acht Punkte), auch Darmstadt ist schon ein wenig abgefallen. Trotzdem: Entschieden ist noch gar nichts, denn außer Düsseldorf, das sich vorne absetzen konnte und eine Spur konstanter auftritt als alle anderen, ist der Rest der Liga von Platz zwei bis achtzehn leistungsmäßig zurzeit gleichauf.

 

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