Über Leidenschaft, Kampf und ein Quäntchen Glück

Der Spieltagskommentar zum Heimsieg gegen Berlin.

Profis
Montag, 02.04.2018 // 13:11 Uhr

Der Wahnsinn der Liga geht auch nach dem 28. Spieltag weiter. Und das Kleeblatt ist mittendrin. Der Spieltagskommentar befasst sich mit genau dieser Konstellation und ein bisschen mehr...!

Platz vier: FC Ingolstadt, 40 Punkte. Platz 16: FC Heidenheim, 34 Punkte.

Eigentlich reicht dieses Zitat aus der aktuellen Tabelle der Zweiten Bundesliga, um den Wahnsinn der Lage zu beschreiben. Nach 28 Spielen beträgt der Abstand zwischen dem Relegationsplatz und Rang vier nur sechs Punkte. Für die Ingolstädter bedeutet dis beispielsweise, dass sie bei nur fünf Punkten Rückstand auf Kiel und nur sieben auf Nürnberg (sie spielen noch zu Hause gegen den Club!) noch Chancen auf den Aufstieg haben – aber eigentlich in Abstiegsgefahr schweben.

Nun zum Kleeblatt: Mittlerweile liegt es nach dem einzigen halbwegs konstanten Team der Liga, nämlich Fortuna Düsseldorf, auf Platz zwei der Rückrundentabelle. Auch hier: Normalerweise bewegt man sich mit solchen Werten im vorderen Bereich, doch der Fluch des schwachen Saisonstarts begeleitet die SpVgg bis zum Ende – das war leider auf Grund der Entwicklung in der Tabelle zu erwarten.

Tendenz bestätigt

Deshalb ist die Nervenbelastung stets eminent hoch. Gegen Union hielt das Team dieser wieder stand. Die Berliner, die vor allem in der Phase nach dem Wechsel nachwiesen, dass sie die wahrscheinlich bestbesetzte Mannschaft der Liga sind, wurden mit Leidenschaft, Kampf und – das muss man zugeben – einem Quäntchen Glück niedergerungen. Der 2:1-Sieg bringt das Punktkonto nun auf 36 – in gewöhnlichen Zeiten bräuchte man aus den verbleibenden sechs Partien noch drei, vielleicht vier Zähler zum Klassenerhalt. Das wird aber nicht reichen. Also muss das Kleeblatt seine Tendenz weiter bestätigen. Definitiv nicht nachgeben werde man, versprach Trainer Damir Buric nach dem Spiel gegen Berlin mit entschlossener Miene. Seine Mannschaft hat das verinnerlicht.

Egal, wer gegen wen spielt

Nun folgt am Freitag in Sandhausen erneut eine Partie, die von der statistischen Konstellation her kurios anmutet. In der sogenannten Formtabelle der DFL, die die letzten fünf Spiele berücksichtigt, liegt das Kleeblatt nach dem Union-Spiel auf Platz eins (Fortuna kann mit einem Sieg im Montagsspiel noch vorbeiziehen), Sandhausen auf Rang 18. Was kann man daraus ablesen: Gar nichts! Denn es ist, das haben wir an dieser Stelle mehrfach betont, völlig egal, wer gegen wen spielt. Die Ausgeglichenheit der Spielklasse macht Prognosen unmöglich.

Mit ganz ähnlichen Mitteln

Aus Fürther Sicht steht zu hoffen, dass die Mannschaft die Lehren aus dem Auswärtsauftritt in Aue gezogen hat – der einzig richtig schwachen Vorstellung der letzten Wochen. Sandhausen, das seit jeher eher für kompakte Defensivorganisation und zweikampfstarkes Bekämpfen des Gegners steht, wird das Kleeblatt mit ganz ähnlichen Mitteln besiegen wollen, wie das die Erzgebirgler taten. Da heißt es, dagegenhalten und im Umschaltspiel die Geschwindigkeit ausnutzen, die man inzwischen in den vorderen Reihen hat.

 

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