Seines Glückes selber Schmied

Der Spieltagskommentar

Profis
Sonntag, 22.04.2018 // 09:43 Uhr

Das Kleeblatt trennte sich mit 1:1 vom VfL Bochum. Der späte Ausgleich durch ein Tor, dem eine knappe Abseitsstellung vorausging, verhinderte den dreifachen Punktgewinn der Spielvereinigung. Im Spieltagskommentar blicken wir nochmal auf die Partie und die Auswirkungen auf den Saisonendspurt.

Konnten sich in der ersten Halbzeit häufig in Szene setzen: Fürths Offensivspieler, wie hier Sebastian Ernst.

Es war ein höchst intensives Spiel, das sich die SpVgg und der VfL Bochum am Freitagabend geliefert haben. Das 1:1 geht in Ordnung, denn während das Kleeblatt in der ersten Hälfte die Fäden in der Hand hatte und beste Möglichkeiten ausließ schon vor dem Pausenpfiff für eine Vorentscheidung zu sorgen, waren es in der zweiten Halbzeit die Gäste. Dass Bochum einen spielstarken Kader hat, was in dieser Liga eher die Ausnahme denn die Regel ist, war schon lange klar. Erst in den vergangenen Wochen nutzen die Westdeutschen diese Ressourcen auch gewinnbringend – in Fürth gab es für den VfL nach vier Dreiern in Folge wieder einmal nur ein Remis. In Fürth kann man das durchaus als Teilerfolg werten, auch wenn der späte Ausgleich natürlich mehr als schade war.

Vergebene Großchancen gegen formstarke Gegner

So liest sich die Bilanz: 38 Punkte stehen zu Buche, welchen Tabellenplatz das bedeutet, werden wir am Sonntagnachmittag sehen. Die SpVgg konnte sich zwar erst mal nicht von hinten absetzen. Doch es gilt zu bedenken, dass mit Regensburg und Bochum im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer die formstärksten Teams der letzten Wochen begrüßt werden mussten. Dementsprechend war es logisch, dass die beiden Auseinandersetzungen sehr ausgeglichen und umkämpft sein würden. Mit etwas mehr Fortune im Abschluss hätte es durchaus auch mehr als nur ein Punkt aus diesen beiden Partien werden können, gerade am Freitag haderte nicht nur Coach Damir Buric mit den vergebenen Hochkarätern aus den ersten 45 Minuten – doch man darf nun ohnehin nicht lange zurückschauen, sondern auf die kommenden, letzten drei Aufgaben der Saison blicken. Und da bekommt es das Kleeblatt eben nicht mehr mit Teams aus dem vorderen Bereich, sondern mit direkten Konkurrenten zu tun. Also hat man es rund um den Laubenweg selbst in der Hand, diese Spielzeit noch zu einem guten Ende zu bringen.

Aus eigener Kraft

Noch dreimal werden Maximilian Wittek und Co. alles reinwerfen müssen, in dieser umkämpften Liga.

Zur Erinnerung: Die SpVgg befand sich bereits am Tabellenende, hat den Rückstand aber aufgeholt und steckt nun mittendrin in einem Feld von sieben, acht Mannschaften, die allesamt noch in Gefahr schweben. So hat sich das Kleeblatt die Chance erkämpft, es in den letzten Wochen aus eigener Kraft schaffen zu können. Nur zum Vergleich: Der 1. FC Kaiserslautern, der zur Winterpause in der gleichen Lage war wie die SpVgg, würde gerne tauschen. Auch wenn die Pfälzer in der Rückrunde durchaus vernünftig gepunktet haben.

Man ist also selbst seines Glückes Schmied, weil man sich innerhalb dieser Saison positiv entwickelt hat. Dieses Selbstvertrauen müssen alle mitnehmen, zuerst nach St. Pauli, dann an den Laubenweg, wenn Duisburg kommt, und zuletzt zum Abschluss nach Heidenheim.

 

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