Das grüne Leuchten

Der Spieltagskommentar zum Pokal-Aus gegen Dortmund

Profis
Dienstag, 21.08.2018 // 12:11 Uhr

In unserer Pokalausgabe blicken wir im Spieltagskommentar nochmal auf den bitteren Abend gegen Borussia Dortmund zurück und eine Niederlage, die zwar schmerzt, aber aus der man auch viel Kraft ziehen kann.

Mit einer großartigen Choreo der Kleeblatt-Fans begann das Pokalspiel gegen Dortmund.

Man konnte es auf einem Spruchband vor dem Spiel lesen, als eine große Choreo im Ronhof an ebenso große Erfolg der Vergangenheit erinnerte: Das grüne Leuchten bleibt. Auch wenn die Erfolge schon ein wenig her sind. Das grüne Leuchten muss auch nach dem Pokalspiel am Montag bleiben: Das Ausscheiden aus dem Pokal gegen eine der vermeintlich besten Mannschaften Deutschlands war tragisch, unverdient, deprimierend und ermutigend zugleich: Ein großartig kämpfendes Kleeblatt hatte die Dortmunder am Rande der Niederlage, Tore in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit und der Verlängerung brachten dem Favoriten doch noch den 2:1-Sieg.

Bekamen großen Zuspruch von den Rängen: Mario Maloca und Co.

Dass die Kleeblatt-Kicker nach dem Ende in einer Mischung aus Wut, Verzweiflung und Erschöpfung zu Boden sanken, ist verständlich. Doch nicht zuletzt die Reaktion des Publikums hat sie schnell wieder aufgerichtet: Der Sportpark Ronhof I Thomas Sommer hatte zuvor schon fast 130 Minuten lang wie eine Mauer hinter dem Team gestanden – auch nach dem Schlusspfiff zeigten die Fürther Fans ihre Dankbarkeit ans Team mit langanhaltendem Applaus und Sprechchören. Das war auch absolut verdient. In der ersten Hälfte hatten die Dortmunder zwar, was ja auch zu erwarten war, mehr vom Spiel und einige gute Chancen, doch schon hier stemmten sich die Kleeblättler nicht nur mit Kampf, sondern auch gutem Fußball dagegen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die SpVgg dann mutiger, zumal den uninspirierten Gästen wenig einfiel. Das 1:0 durch Sebastian Ernst nach toller Vorarbeit von Tobias Mohr und Daniel Keita-Ruel war nicht unverdient, umso unverdienter war dann der Ausgleich durch 20-Millionen-Mann Witsel zehn Sekunden vor Ablauf der sehr langen fünfminütigen Nachspielzeit. In der Verlängerung sah man auch bei den Dortmundern ein paar Spieler, die platt waren – allein das ist ein Kompliment für die Platzherren, denn die Westdeutschen mussten an die Grenze gehen. Dass sie in den letzten Sekunden der Verlängerung das 1:2 schossen, erinnerte fatal an 2012 – aber die Erinnerung an das damalige Pokalaus im Halbfinale zeigt auch, dass man aus einer solchen Niederlage viel Kraft ziehen kann.

Fans gegen Paderborn gefordert

So muss es auch diesmal sein. Den Ärger über das Aus wird man auch diesmal in positive Energie umsetzen, denn was die Mannschaft in ihren ersten Pflichtspielen der Spielzeit nachgewiesen hat: Sie ist aus dem schwierigen vergangenen Jahr gestärkt, kompakt und entschlossen hervorgegangen. Nun aber geht es in der Liga weiter, und da braucht es nun die gleiche begeisterte Unterstützung der Fans. Das Team hat es sich sicherlich verdient. Und aufgepasst: Gegen Paderborn am Samstag wird es mindestens genau so schwer, es wird ein anderes Spiel gegen einen ehrgeizigen Aufsteiger – der zwölfte Mann ist gerade am Samstag gefordert. Also auf geht´s, Kleeblatt-Fans! Das grüne Leuchten soll wieder stärker und stärker werden – und dazu muss man die Stimmung aus dem Pokalspiel mit hinübernehmen in die Liga.

 

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