Über Wille und Kampfgeist

Der Spieltagskommentar zum Auswärtssieg in Duisburg

Profis
Sonntag, 02.09.2018 // 13:37 Uhr

Das Kleeblatt kann in der neuen Saison auch auswärts nicht nur gute Leistungen bringen, sondern auch punkten. Und sogar dreifach. Diese Erkenntnis bringen wir neben dem verdienten 1:0-Erfolg vom zweiten Auswärtsspiel der Spielzeit 18/19 aus Duisburg mit. Und diese Erkenntnis ist, eingedenk der vergangenen Saison, nicht nur sehr wichtig, sondern auch sehr erfreulich.

Acht Punkte nach vier Partien auf dem Konto zu haben, beweist zudem, dass die Lehren aus dem angesprochenen vergangenen Jahr gezogen wurden. Das Kleeblatt, so wie es sich aktuell präsentiert, hat mit dem Kleeblatt der zurückliegenden Serie nicht mehr viel gemein. Vor allem agiert das Fürther Profi-Ensemble mit viel mehr Selbstvertrauen, mit mehr Organisation und einer klaren Spielidee. Wille und Kampfgeist (daran hat es schon letzte Saison nicht gefehlt) kommen dazu, und schon hat man eine SpVgg, die in der Zweiten Liga wieder ganz anders auftritt.

Trainer Damir Buric hatte ja immer wieder betont, dass er im Bemühen um den Klassenerhalt viele Dinge in der Entwicklung des Teams, die er gerne angegangen wäre, hintanstellen musste – diese Dinge konnten nun im Sommer in Ruhe und mit Akribie in die Trainingsarbeit integriert werden. Dass dies Früchte trägt, bekommt man vor Augen gehalten.

In Duisburg spielte die SpVgg insgesamt abgeklärt, ließ die Gastgeber nur selten in die gefährliche Zone eindringen und meldete vor allem die eigentlich durchaus torgefährlichen Brecher im Sturm der Zebras fast völlig ab. Im Umschaltspiel kreierte das Kleeblatt viele gute Szenen, schön herausgespielte Chancen waren die Folge. Dass diese vor allem in der zweiten Hälfte, als die Platzherren fast schon verzweifelt nach vorne stürmten, nicht genutzt wurden, war das einzige Manko des Auftritts an der Wedau. Allerdings gab das knappe Ergebnis der Mannschaft die Möglichkeit, zu beweisen, dass sie durchaus auch einen knappen Vorsprung über die Zeit bringen kann...

Klar: Mitleid ist im Profisport nicht angebracht, und die Duisburger wollten auch gar kein Mitleid, sondern zeigten sich nach dem Spiel entschlossen, der Krise entgegenzutreten. Dennoch wissen wir noch aus jüngster Vergangenheit, wie es sich anfühlt, wenn man nach vier Spielen ohne jeden Punkt dasteht. Und gerade deshalb sollte die Freude bei allen, die es mit der SpVgg halten, umso größer sein, wenn sie auf die aktuelle Tabelle blicken.

Bei aller Freude hat aber Damir Buric zu Recht angekündigt, dass noch viel Arbeit bleibe: Die zahlreichen jungen Spieler im Kleeblatt-Trikot sind auf einem guten Weg, brauchen aber trotzdem noch viel Hilfestellung und intensive Trainingsarbeit, um sich weiter zu verbessern. An vielen Details kann man nun in der Länderspielpause arbeiten – und das in Ruhe und mit der Gewissheit, den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben.

 

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