Über Flexibilität und Feinjustierung

Der Spieltagskommentar zum Heimsieg gegen Kiel.

Profis
Sonntag, 16.09.2018 // 13:54 Uhr

Das Kleeblatt war für die Störche ganz und gar unverdaulich: Der verdiente 4:1-Sieg über Holstein Kiel erfreute nicht nur in der Art und Weise, wie er zustande gekommen war. Er zementierte auch das, was man in den Wochen zuvor gesehen hatte: Die Startphase der Saison ist der SpVgg gelungen – was mit den noch frischen Erinnerungen an die vergangene Spielzeit besonders erfreulich ist.

11 Punkte nach fünf Pflichtspielen sind exakt zehn mehr als zum gleichen Saisonzeitpunkt im vergangenen Spieljahr – da ist der aktuelle Tabellenstand erstmal gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass die Lehren aus der Krise schnell gezogen wurden. Im übrigen eine Fähigkeit, die das Kleeblatt in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder ausgezeichnet hat. Nur dann ist man in der Lage, sich dauerhaft im Profigeschäft zu etablieren. Wer Fehler nicht erkennt oder wiederholt, dem ist langfristig nicht zu helfen. Beispiele dafür gibt es in der Dritten, ja in der Vierten Liga genug.

Aber zurück zum Spiel gegen Kiel: Die Anfangsphase war etwas wacklig, die Gäste hatten mit Selbstvertrauen begonnen, die Platzherren brauchten etwas, um sich einzustellen. Einige taktische Feinjustierungen sorgten dann aber dafür, dass sich nach etwa einer halben Stunde das Geschehen wandelte. Schon vor der Pause, das gab auch Kiels Trainer Tim Walter zu, hätte das Führungstor für die Ronhofer fallen müssen. Die zweite Halbzeit sah dann eine furiose SpVgg, während die bisher so stabilen Gäste (sie waren ungeschlagen angereist) in ihre Einzelteile zerfielen.

Damit hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Flexibilität, die Damir Buric und sein Trainerteam begonnen haben, der Mannschaft in vielen intensiven Einheiten einzuimpfen (der Prozess ist noch lange nicht beendet), Spiele entscheidend positiv beeinflussen kann. Die Kieler waren jedenfalls plötzlich verunsichert und konnten mit dem veränderten Verhalten der Fürther nichts anfangen.

Sehr schön auch: Die personellen Möglichkeiten haben sich deutlich vergrößert. Den Ausfall von Maxi Wittek hätte man im vergangene Spieljahr kaum kompensieren können, auch dass Julian Green nach der Länderspielreise erst mal auf der Bank saß, hätte sich sehr negativ bemerkbar gemacht. Nun aber kann man auch hier flexibler reagieren und Spieler müssen nicht - wie beispielsweise Mario Maloca oder Marco Caligiuri in der letzten Serie - wochenlang verletzt auflaufen.

Zu diesem Thema passt auch der Auftritt von Yosuke Ideguchi. Der erste Kleeblatt-Japaner zeigte ein sehr starkes Debüt. Zu Beginn beobachtete er noch aus sicherer Mittelfeldposition die für ihn neue Umgebung, die neue Liga, die neuen Mitspieler. Schnell aber wuchs er in eine zentrale Position, sein Treffer gleich zum Debüt belohnte seine Leistung.

Trotzdem hat Damir Buric zurecht darauf hingewiesen, dass man noch genug Arbeit hat. Die Chancen (wenn es auch nicht viele waren) der Gäste zu Beginn, das überflüssige Gegentor – die SpVgg-Coaches haben weiterhin genug Ansätze, um weiter intensiv zu arbeiten.

Nächste Woche in Heidenheim wartet schon die nächste harte Nuss, die geknackt werden soll. Die Heidenheimer zeigten in Hamburg eine gute Vorstellung – doch zuversichtlich stimmt, dass die SpVgg aktuell auch auswärts wieder zu ihrer Stärke gefunden hat.

 

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