Nie aufgeben, immer an sich glauben

Der Spieltagskommentar zum Auswärtssieg in Bielefeld.

Profis
Sonntag, 21.10.2018 // 14:58 Uhr

Das Spiel in Bielefeld bot all das, was den Fußball so dramatisch und zum Sport Nummer eins macht. Kampf, Einsatz, Leidenschaft, Fouls, umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen, fünf Tore – und aus Fürther Sicht auch noch drei Punktedurch den 3:2-Auswärtserfolg.

Die hatte sich das Team am Ende absolut verdient. Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause bei den eigentlich so heimstarken Bielfeldern das Spiel noch zu gewinnen, das beweist die Stärke des Kleeblatts in der laufenden Serie: Nie aufgeben, immer an sich glauben und mit großem Zusammenhalt auf dem Platz den Erfolg suchen. So war es auch auf der Alm.

Dabei sah man im ersten Durchgang noch einige Unkonzentriertheiten in der Rückwärtsbewegung, die die Gastgeber auch ausnutzten. Zwei Tore besser waren die Gastgeber in der ersten Hälfte sicher nicht, sie waren aber sehr effektiv.

Auf Fürther Seite machte sich wieder einmal eine taktische Umstellung bezahlt, denn mit der Einwechslung von Marco Caligiuri für den angeschlagenen David Atanga wurde hinten auf Dreier-Kette umgestellt. Mit zunehmender Spieldauer machte sich das positiv bemerkbar, die Bielfelder hatten immer Mühe, den Laufwegen der Fürther zu folgen.

Fabian Reese zieht ab und trifft zum wichtigen 1:2-Anschluss.

Initialzündung war aber sicher der Anschlussstraffer durch Fabian Reese. Endlich konnte sich der Angreifer für eine engagierte Leistung belohnen, schon in der ersten Hälfte hatte er Pech gehabt, als Ortega seinen Fallrückzieher mit einem Reflex gerade noch abwehren konnte. Sein 1:2-Anschluss sorgte für endgültige Verwirrung bei den Platzherren, die sich kurz darauf den Ausgleich einfingen.

Mit einem der schönsten Angriffe der ganzen Saison über die Stationen Keita-Wittek-Mohr wurde dann noch das 3:2 erzielt. Wieder hatte das Kleeblatt in der zweiten Hälfte entscheidend zugeschlagen, am Ende stemmte man sich dann gegen die Schlussoffensive der Bielfelder mit allen Kräften und auch Debütant Paul Jaeckel, der für den kurz nach seiner Einwechslung schon verletzten Daniel Steininger in die Partie kam.

A propos Verletzung: Dass Tobias Mohr das Spielfeld aufrechtgehend und erst mit dem Schlusspfiff verließ, war aus Fürther sicht großes Glück und tatsächlich erstaunlich. Denn Arminia-Keeper Ortega hatte Mohr in der Endphase mit einer unverständlichen Kung-Fu-Einlage niedergestreckt. In vollem Lauf war Mohr angeprescht, Ortega warf sich auf den Ball, und obwohl er die Kugel bereits hatte, streckte er den Fuß nach oben und traf Mohr, der meterweit durch die Luft flog, vehement am Leib. Fast noch unverständlicher als dieses mehr als grob fahrlässige Foul des scheinbar frustrierten Arminen-Keepers war, dass das Schiedsrichtergespann trotz bester Sicht nicht das einzig Richtige entschied: Nämlich Rote Karte für Ortega und Elfmeter für Fürth. Statt dessen gab es zum Fortsetzen der Partie Schiedsrichterball, Ortega kam, und da muss man schon sagen, skandalöser Weise, ungeschoren davon.

Aus Sicht der übergeordneten Gerechtigkeit blieb es beim Fürther Sieg – und so steht das Kleeblatt gut in der Tabelle. Als Basis für die schweren Wochen bis zur Winterpause mit mehr Auswärts- als Heimaufgaben ist die wiedergewonnene Auswärtsstärke der SpVgg ein beruhigendes Element.

 

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