Das Schwere mit dem Einfachen

Der Spieltagskommentar zum Heimspiel gegen Bochum.

Profis
Montag, 05.11.2018 // 16:20 Uhr

Dass man in der zweiten Halbzeit noch einen 0:2-Rückstand drehen kann, hat die Spielvereinigung abermals bewiesen. Auch am vergangenen Samstag machte es das Team um Trainer Damir Buric wieder spannend: Die Startschwierigkeiten in den ersten 45 Minuten konnte das Kleeblatt nach der Halbzeitpause wieder ausgleichen und so doch noch seinen wahren Charakter zeigen.

Selten traf der Spruch von den „zwei verschiedenen Halbzeiten“ besser zu als für die Partie des Kleeblatts mit dem VfL Bochum. Während die Gäste die ersten 45 Minuten besser waren, bestimmte die SpVgg die zweiten: Folgerichtig stand am Ende auch ein 2:2-Remis. Damir Burics Warnungen vor den Westdeutschen als spielerisch starker Gegner hatten sich bewahrheitet, zu Beginn fand das Kleeblatt nur schwer ins Spiel. Doch auch der 0:2-Pausenrückstand entmutigte nicht – mit großer Moral und viel Einsatz und durch Tore von Lukas Gugganig und Daniel Keita-Ruel wurde der am Ende auch verdiente Punkt erkämpft.

Allerdings werden Damir Buric und sein Trainerteam eher über die Probleme in der ersten Halbzeit reden. „Warum einfach, wenn´s schwer geht“ sei wohl die Devise, so der Trainer in einem Anflug von Galgenhumor nach der Partie. Soll heißen: In den nächsten Wochen sollte man tunlichst gleich wieder von Beginn an mit vollster Konzentration zu Werke gehen – nicht jedesmal kann man einen 0:2-Rückstand noch umdrehen. Hört sich einfach an, ist in dieser ausgeglichenen Liga aber umso schwerer und das nicht nur in Fürth. Trotzdem darf man nach zwölf Spieltagen mit 20 Punkten sicherlich eine Zwischenbilanz im zufriedenen Ton ziehen. Etwas mehr als ein Drittel der Saison ist vorbei, und der Abstand zu den Aufstiegsrängen ist viel geringer als der zu den Abstiegsplätzen – und genau das ist mit Blick auf die vergangenen Saison ein schlüssiger Beweis dafür, dass die Entwicklung als positiv zu verzeichnen ist.

Dass hier und da auch mal was daneben geht, liegt in der Natur der Sache. In den Spielen gegen Darmstadt und Bochum stellte das Kleeblatt eine sehr junge Truppe, während die Gegner jeweils ziemlich viel Erfahrung auch aus der Bundesliga einsetzten. Das heißt aber auch: Der Fürther Mannschaft gehört die Zukunft, da sehr viel Potenzial in den Spielern steckt, das aber natürlich noch voll entwickelt werden muss. Das Publikum im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer unterstützt diesen Kurs auf jeden Fall, denn die Fans auf den Rängen peitschten das Team in den zweiten 45 Minuten nach vorne und feierten den Punktgewinn und späten Ausgleich hinterher zu Recht mit der Mannschaft.

Das gibt Zuversicht für die nächsten Wochen. Die Zweite Liga ist, wie schon mehrfach erwähnt, auch in diesem Jahr wieder knapp beisammen, nur wenige Prozent machen den Unterschied in den einzelnen Spielen. Deshalb ist es auch wieder egal, ob der Gegner von ganz oben oder ganz unten kommt und deshalb kann die SpVgg auch mit Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel zu Union Berlin fahren.

 

Neue Videos

"Das ist Freude pur"

14.11.2018 // Kleeblatt TV

Die Kleeblatt-Pressekonferenz

08.11.2018 // Kleeblatt TV

Die Spieltagspressekonferenz

02.11.2018 // Kleeblatt TV

"Wir geben 100 Prozent"

01.11.2018 // Kleeblatt TV

Neuigkeiten

Drei Punkte im Derby

18.11.2018 // Nachwuchs

Weiter gepunktet

17.11.2018 // Nachwuchs

Kleeblatt Förderer

16.11.2018 // Partner