Auswärts-Déjà-vu

Der Spieltagskommentar zum Spiel in Köln

Profis
Sonntag, 02.12.2018 // 14:10 Uhr

Beim Kleeblatt weckte das jüngste Spiel in Köln Erinnerungen an die vergangene Auswärtspartie.

Klar: Man kann natürlich darauf verweisen, dass die Kölner Angriffswucht sich irgendwann ohnehin durchgesetzt hätte und so weiter. Aber man hat auch schon genug Spiele gesehen, wo die eigentlich überlegene Mannschaft ihre Chancen eben nicht nutzt und dann irgendwann dafür bestraft wird. Letztere Variante wurde in Köln ausgeschlossen.

Und auch hier kann man wieder drüber diskutieren, dass es die Schiris ja nicht einfach haben und man mit Kritik zurückhaltend sein soll. Auch prinzipiell verständlich, doch die beiden Spiele in Berlin und Köln, zwei aufeinanderfolgende Auswärtsspiele in der zweithöchsten deutschen Liga, brachten jeweils das, was eben nicht sein darf: Die Schiedsrichter griffen durch Fehlentscheidungen massiv ins Spielgeschehen ein, denn vor den jeweiligen Führungstreffern der Heimteams gab es Abseitsstellungen der Angreifer, die einem Linienrichter (und hier soll eben dieses Wort stehen und nicht Assistent!) im Profifußball eigentlich nicht entgehen dürfen.

Klar muss man sich auch an die eigene Nase fassen, denn die Kölner zeigten ihre ganze Qualität und erarbeiteten sich einige Torchancen. So selbstkritisch zeigten sich die Spieler auch in den Aussagen nach dem Spiel. Dennoch erzielte der Bundesligaabsteiger in der ersten Halbzeit kein reguläres Tor, diese Tatsache kann man eben auch nicht zur Seite wischen. Nach dem Wechsel machten die Kölner wieder Druck, vergaben wieder ihre Chancen, auch weil Sascha Burchert ein ums andere Mal überragend hielt, und bekamen dann einen Elfer, der zwar keine klare Fehlentscheidung war, den der eine oder andere Kollege an der Pfeife aber auch nicht gegeben hätte. Nun, zu zehnt war dann nicht mehr drin als Schadensbegrenzung.

Ärgern darf man sich nun noch einen oder zwei Tage, dann muss die volle Konzentration den letzten drei Spielen des Jahres gelten. Schon gegen Aue wird es ein ganz anderes Spiel gegen einen kampfstarken Gegner. Wir hoffen auf Unterstützung der Kleeblatt-Fans und, im eigenen, aber auch im Interesse der in dieser Hinsicht auch nicht gerade ungeschoren davon gekommenen Gäste aus dem Erzgebirge, auf eine gute und objektive Leitung des Spiels durch die Unparteiischen, damit wir in der kommenden Woche nur über sportliche Themen diskutieren.

 

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