Die Zebras ned in d'n Griff g'kricht

Der Spieltagskommentar.

Bedrängt und gedoppelt: Daniel Keita-Ruel hat gegen Yassin Ben Balla und Joshua Bitter das Nachsehen.
Profis
Montag, 12.08.2019 // 12:47 Uhr

In der neuen Saison blickt der Ronhofer auf jeden Spieltag zurück und teilt seine Einschätzung auf seine ganz eigene Weise. Das ist kein klassischer Spielbericht, keine Taktikanalyse, das ist unser Spieltagskommentar auf Fränkisch.

Na, ward ihr in Duisburch? Hobbd er's g'sehn?

Na ja, da muss man etz ehrlich zugeb'n, dass des nix wor mit unser'm Kleeblatt. Die Zebras hamm werkli alles geb'm, die Färdder wollten des Ganze scheinbar eher spillerisch lös'n.

Früher Nackenschlag: Marius Funk konnte sich noch so lang machen, Lukas Daschners Strahl landete unhaltbar im Knick.

Meistens geht des ned gut – und so war's dann auch. Irg'ndwie ham die Duisburcher vor allem in der erst'n Halbzeit immer den Eindruck g'machd, dass die a Mann mehr auf'm Platz sin – die Kleebläddler san immer nur hinterher g'laufen. Vor allem den Stoppelkamp hamm's ned in d'n Griff g'kricht, der war der beste Mann auf'm Ras'n und hat fast jed'n Angriff eing'leitet. Als die Färdder endlich aufg'wacht sin – so nach 30 Minudd'n, da war's scho 2:0 g'standn für'n MSV.

Unser Trainer Stefan Leitl war deswegen auch g'scheid sauer – ihm hat die Einstellung ned g'falln. Die Duisburcher ham ja wirklich immer die entscheid'nd'n Zweikämpf g'wunna. Un des, des hat auch der Rachid Azzouzi g'sagt, is halt immer des Wichtigste beim Foussballn.

A bissla Pech war au dabei, wenn dem Julian Green sei schöner Kopfball ins Tor gehd in der 27. Minudd'n, dann gehd's vielleicht noch anders aus. Aber man muss scho zougeb'n, dass die Zebras verdient g'wunna hamm. An Eckenverhältnis von 11:1 zeicht ganz goud, was do los wor...

Des Kleebladd hat in der zweit'n Halbzeit zwar mehr vom Spiel g'habd: Da gab es auch ein paar Chancen – aber entweder ging's vorbei, oder der Torwart vom MSV hat zug'schlog'n.

Leid tun kann einem bloß der Funk Marius, der diesmol ins Tor hat dürf'n – der hat am allerwenigsten dafür g'konnt, an den Gegentoren konnt' er schon gor nix hald'n.

Etz is der Pokal für's Kleebladd auch scho wieder g'laufn. Dobbelt ärcherlich, aus sportlich'n wie aus finanziell'n Gründ'n. Schnell aufarbeiten muss man des Ganze, denn am Sonndach gehd's wieder weider gegen Regensburch – und gegen die muss man auf jed'n Fall kämpferisch zuleg'n – sonst wird's schwer. Aber, des hat der Stefan Leitl scho ang'kündicht, des wird er seinen Männern in den nächsten Tagen ziemlich deutlich erklär'n.

 

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