"Standards der große Unterschied"

Die Stimmen zum Spiel.

Profis
Sonntag, 01.12.2019 // 16:00 Uhr

Trotz des "guten Ballbesitzspiels" der SPVGG GREUTHER FÜRTH ärgert sich Stefan Leitl nach der 0:1-Niederlage in Heidenheim über die verpassten Chancen "im letzten Drittel". Die Stimmen zum Spiel.

Stefan Leitl: "Das Spiel beginnt sehr gut für uns. Der Moment liegt da auf unserer Seite mit dem Elfmeter, wo wir in Führung gehen müssen. Das lassen wir liegen. Wir haben in der ersten Hälfte sehr dominant gespielt, hatten gutes Ballbesitzspiel. Trotzdem hatte Heidenheim gute Ballgewinne, gute Umschaltmomente und die eine oder andere Torchance. Da müssen wir uns auch bei Sascha Burchert bedanken, dass wir mit 0:0 in die Kabine gehen. In der zweiten Halbzeit waren wir Feldüberlegen und hatten das Spielgeschehen unter Kontrolle. Am Ende entscheiden dann die Standardsituationen. Wir hatten zehn Eckbälle, Heidenheim hatte vier und macht daraus dann – wenn man das Abseitstor reinzählt – zwei Tore. Das war der große Unterschied in diesem Spiel. Das ist sehr bitter für uns. Ich glaube, dass wir von der Art und Weise, wie wir Fußball spielen der Mannschaft keinen Vorwurf machen können. Problematisch ist einfach, dass wir im letzten Drittel zu viel nochmal übers Zentrum gehen wollen, statt früher nach außen zu kommen, um in die Flanke zu kommen. Wir haben drei Stürmer auf dem Feld, die wir da bedienen müssen. Das ist ein Ansatzpunkt, den wir in den kommenden Wochen noch intensiver trainieren wollen, damit wir dann auch wieder Tore erzielen, um Spiele zu gewinnen."

Frank Schmidt: "In der Tat war es heute eine etwas andere Situation für uns, als in den vergangenen Spielen. Der Gegner hat mehr Ballbesitz und eine sehr gute Spielanlage. Wir waren heute die Leidtragenden mit dem Video-Schiedsrichter in der Elfmetersituation, haben dann aber Glück, dass der Ball vorbei geht. Wir müssen uns in der ersten Halbzeit den Vorwurf gefallen lassen, dass wir aus vier oder fünf guten Möglichkeiten das Tor nicht gemacht haben. Deswegen bleibt so ein Spiel schwer und kompliziert. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten wir Probleme, uns zu befreien, und haben viele Bälle verloren. Wir haben heute wieder so ein Spiel gehabt wo man bis zum Schluss mit Leidenschaft verteidigen muss, das haben wir gemacht. Dass die Standards funktionieren freut mich. Es war bis zum Schluss ein Fight, den wir auch so erwartet haben. Wir haben gegen eine starke Fürther Mannschaft zu Null gewonnen. Wir sind sehr zufrieden."

Marvin Stefaniak: "Wir haben viel Ballbesitz gehabt, viel Dominanz, aber schießen nicht aufs Tor. Und das ist einfach unser Problem. Wir vergessen das Tore schießen. Wir dominieren den Gegner, wir haben auch die Standardstärke angesprochen und kriegen dann ein unnötiges Kopfballtor vom Kopfballstärksten und fahren ohne Punkte nach Hause. Maxi hat die Woche die ganze Zeit Elfmeter trainiert und hat ihn auch jedes Mal perfekt verwandelt. Und heute leider nicht."

Paul Seguin: "Es ist schwer, Worte zu finden. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt – aber davon können wir uns nichts kaufen. Wir müssen einfach gieriger sein, Punkte zu holen, zu gewinnen. Wir spielen guten Fußball, attraktiven Fußball – hatten heute aber nicht den unbedingten Willen, das Spiel zu gewinnen. Das müssen wir uns heute ankreiden lassen, daran müssen wir arbeiten. Wir müssen gieriger sein, das Tor zu machen, vielleicht noch giftiger, dreckiger sein. Wir spielen uns gute Torchancen heraus, müssen die aber einfach besser zu Ende spielen – und dann können wir auch gegen Bochum wieder was holen."