"Der ganze Verein muss diese Mentalität leben"

Profis
Mittwoch, 17.10.2018 // 17:42 Uhr

Die ersten Monate der neuen Saison sind rum und die Hälfte der Spiele vor Weihnachten sind absolviert. Zeit für ein kleines Zwischenfazit mit dem Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi.

16 Punkte nach neun Spielen, da kann man doch ein zufriedenes Zwischenfazit ziehen, oder?

Rachid Azzouzi: Wir haben einen guten Saisonstart gehabt, ja. Aber wir wollen uns damit nicht zufriedengeben. Wenn man mal schaut, warum wir diese Punkte bislang geholt haben, dann sieht man, dass wir mannschaftlich geschlossen aufgetreten sind. Dass wir nie aufgesteckt haben, dass man bis unter das Tribünendach gespürt hat, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht die erfolgreich sein will. Das hat uns in diesen ersten Partien stark gemacht und diese Tugenden, sind es auch, die wir weiterhin brauchen.

Wie konnte diese Entwicklung so schnell vollzogen werden?

Rachid Azzouzi: Ich weiß nicht, ob das so ein kurzfristiger Prozess war. Wir sind auf das Kalenderjahr 2018 gesehen, der drittbeste Zweitligist. Es war also schon in der Rückrunde einiges, was besser lief. Aber jedem muss bewusst sein, dass die Veränderungen, die wir auf den Weg gebracht haben, nicht nach einem halben Jahr oder nach einer Saison schon voll zum Tragen kommen. Wir befinden uns da auf einem Weg.

Die Veränderungen haben ja nicht nur die Profimannschaft betroffen.

Rachid Azzouzi: Stimmt, der gesamte Verein hat sich verändert. Wir haben eine neue Geschäftsleitung, auch wenn sich die handelnden Personen schon lange kennen und ein großes gegenseitiges Vertrauen herrscht. Wir haben einen neuen Präsidenten mit Fred Höfler, der sich natürlich in den letzten Wochen in viele Themen einarbeiten musste. Aber wir haben einen sehr guten Austausch in diesen unterschiedlichen Gremien und geben alles, um das Kleeblatt stetig weiterzuentwickeln.

Das Thema Entwicklung wird im Fußball gerne mit jungen Spielern in Verbindung gebracht, wo wir schon bei der infra Fürth Kleeblatt Akademie wären.

Rachid Azzouzi: Im NLZ haben wir auch einen Prozess eingeleitet, der sich noch am Anfang befindet. Und dann läuft es manchmal direkt auch ergebnistechnisch gut, oder, wie aktuell bei der U23, man belohnt sich noch nicht. Aber im Jugendbereich ist der erste Auftrag natürlich die Ausbildung unserer Talente. Insgesamt befindet sich im Nachwuchs vieles auf einem guten Weg, der aber nicht nach einem Jahr abgeschlossen sein wird. So realistisch müssen wir sein und werden uns daher auch die nötige Zeit nehmen.

Wobei Zeit im Fußball immer relativ ist?

Rachid Azzouzi: Natürlich müssen im Fußball die Ergebnisse stimmen und wir wollen auch in der kommenden Saison mit der U23 in der Regionalliga Bayern spielen. Andere Dinge kann man aber nicht immer auf Knopfdruck verändern. Wir wollen Spieler entwickeln und dann heißt das auch, dass man Geduld mitbringen muss. Erst wird gesät, dann wird geerntet. Ich glaube, dass das auch die Fürther so sehen. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel positives Feedback bekommen. Und da ging es nicht nur um die guten Ergebnisse bei den Profis, sondern vor allem um die Inhalte und dass man sich mit unserem Weg identifiziert. Wir müssen jeden Tag bereit sein, an unsere Grenze zu gehen und das nicht nur sportlich gesehen, sondern der ganze Verein muss diese Mentalität leben. Natürlich passieren auch Fehler, kommen auch schwere Phasen, aber dann stehen wir auf und stellen uns diesen Herausforderungen.

Eine Herausforderung haben gerade auch Roberto Hilbert und Marco Caligiuri. Beide sind es gewohnt als Stammspieler in ihren Teams zu fungieren.

Rachid Azzouzi: Und beide haben eine enorme Erfahrung und sind unglaublich wichtig für die Mannschaft. Natürlich will jeder spielen, aber am Ende können eben nur 11 Mann auf dem Startelfbogen stehen. Aber wir haben es schon mehrfach betont. Wir sind nur als Team erfolgreich und wir waren zuletzt eben auch erfolgreich, weil sich jeder für das große Ganze eingesetzt hat. Und ich bin mir sicher, dass das auch weiterhin der Fall ist. Und dann gilt eben auch: nicht nur die elf oder vielleicht vierzehn Mann, die am Wochenende im Einsatz waren haben gepunktet, sondern unser gesamter Kader hat gepunktet. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen.

 

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