Spieltagsspitze

Kleeblatt hat die Nase vorn

Profis
Dienstag, 19.02.2019 // 17:21 Uhr

Obwohl der Ausgleich in der Nachspielzeit ziemlich bitter war: das Kleeblatt zeigte bei Holstein Kiel eine Leistung, die Lust macht auf mehr. Vor allem die Statistiken in den von Stefan Leitl geforderten Grundtugenden entschied das Kleeblatt gegen die Störche für sich. 

Nicht nur aufgrund des Platzzustandes kann man davon sprechen, dass beide Teams am Sonntag im Holstein-Stadion ordentlich geackert haben. Obwohl Fußballschuhen selbstverständlich eine andere Aufgabe, als die des Umpflügens, zukommt, haben sowohl das Kleeblatt als auch die Störche diese Herausforderung angenommen und ihrem Laufwerk so richtig eingeheizt. Zwar nicht immer hielt es den Ansprüchen von Fabian Reese und Co. stand, aber die Leitl-Elf ließ sich davon nicht beirren. Der Wille, der nicht ganz rosigen Auswärtsserie von sechs Spielen ohne geschossenes Tor auf fremdem Platz ein Ende zu setzen, war offensichtlich.

Kilometer um Kilometer

Dafür beließ die SpVgg im Holstein-Stadion kein Sandkorn auf dem anderen, die Gastgeber mussten viel investieren, um dem Kampfgeist und der Leidenschaft des Kleeblatts entgegenzuhalten. Nicht erstaunlich ist es deshalb, dass die Partie Holstein Kiel gegen die SpVgg Greuther Fürth das laufstärkste Duell des kompletten 22. Spieltags war. Zusammen rissen die beiden Teams 285 Kilometer ab, das Kleeblatt belegte mit über 118 zurückgelegten Kilometern Platz 1 in dieser Statistik. Vor allem das Rechtsaußen-Duo Fabian Reese (11,82 km) und Maximilian Sauer (11,77 km) legten ordentlich Strecke zurück. In Puncto Einsatzwille und Laufbereitschaft wären die drei Punkte für das Konto der Leitl-Elf jedenfalls verdient gewesen. Denn mit Julian Green finden sich drei Fürther und mit Meffert nur ein Kieler in den Top-20 der Kilometerfresser des 22. Spieltags.

Beide Teams schenkten sich nichts, was auch die Zweikampfquote belegt, in der das Kleeblatt knapp die Nase vorne hat. Damit ist das Team genau dem nachgekommen, was Chef-Trainer Stefan Leitl schon zu Amtsantritt forderte. Zweikampfführung, Laufbereitschaft, Einsatzwille, Leidenschaft – die Grundtugenden, auf der es in Liga zwei ankommt, legten Kapitän Marco Caligiuri und Co. an den Tag und belohnten sich mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen.

Noch mehr belohnen.
Stefan Leitl

„Wir verteidigen inzwischen 10, 15 Meter höher. Wenn wir dann Fehler beim Gegner erzwingen, ist der Weg zum gegnerischen Tor nicht so weit. Die Mannschaft hat das wirklich schon gut umgesetzt, auch wenn wir uns in Zukunft noch mehr für unseren Aufwand belohnen wollen“, erklärt Stefan Leitl nach der Trainingseinheit am Dienstagnachmittag.

Denn eines ist auch klar: die Kilometerwertung bringt keine extra Punkte. Schade eigentlich, denn der kommende Gegner Heidenheim legte am vergangenen Spieltag ganze sechs Kilometer weniger zurück. Tut aber nichts zur Sache, im Gegensatz zu den Zweikampfwerten, die auch gegen ein formstarkes Heidenheim wieder gefragt sein werden. Tickets für den nächsten Fight, diesmal am Freitag unter Flutlicht, warten im Online-Ticketshop oder - für alle Lauffreudigen - an unseren Vorverkaufsstellen wie dem Fanshop Sportheim.

 

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