Projekte

Der Soziale Tag

An einem festgelegten Tag im Jahr schwärmen alle Mitarbeiter der Spielvereinigung von der Geschäftsstelle, dem Nachwuchsleistungszentrum und dem Trainingszentrum in gemischten Teams mit Spielern und Trainern der Lizenzmannschaft aus, um soziale Einrichtung in Fürth und der Region zu unterstützen.
Damit soll die wertvolle und oft auch ehrenamtliche Arbeit vieler Bürgerinnen und Bürger gewürdigt werden. Der "Soziale Tag" wird seit Oktober 2015 jährlich umgesetzt. 

Die Bolzplatzhelden

Bei dem Projekt „Bolzplatzhelden“ kann sich jede Grundschule im Fürther Raum beteiligen. Bei einem Spieletag in der 1.Phase veranstalten ausgebildete Trainer aus dem Nachwuchsleistungszentrum das sogenannte Hollandturnier an der teilnehmenden Schule. Ziel ist es die jungen Menschen mit Spaß an Bewegung heranzuführen. Mit Freude am Sport tun Sie spielerisch etwas für Ihre Gesundheit und lernen sich im sportlichen Wettkampf fair miteinander zu messen.

Die Besonderheit beim Hollandturnier besteht darin, dass es keine festen Teams gibt, jeder spielt in den einzelnen Partien mit anderen Mannschaftskameraden. Alle Teams bekommen Punkte für ihre erzielten Tore und die Siegerteams noch zusätzlich fürs Gewinnen.
Den Hintergrund dafür erklärt Übungsleiter Michael König: „So sammeln nicht nur Spieler Punkte, die sich sowieso in den Vordergrund spielen, sei es zum Beispiel durch Tore, sondern belohnt werden auch engagierte Spieler, die sich über mehrere Spielrunden mit teamorientierter Spielweise optimal ins jeweilige Team einordnen können und durch effektives Zusammenspiel erfolgreich sind.“

Die Spieler mit den meisten Punkten dürfen dann an der zweiten von insgesamt drei Phasen des Projektes teilnehmen und werden in die Kunstrasenhalle der Spielvereinigung eingeladen um einen weiteren Tag voller Bewegung und Spaß zu absolvieren. Dabei stellen Sie sich erneut einem Hollandturnier und absolvieren einen Technik-Test zum Kleeblatt-Abzeichen. Hierbei können sich die fleißigen Punktesammler für die dritte Phase qualifizieren und dürfen sich auf das Spieltag-Event freuen.

Am Vormittag gibt es zunächst eine Trainingseinheit mit dem Sportlichen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Ex-Profi Mirko Reichel und im Anschluss dürfen die gefundenen „Bolzplatzhelden“ gemeinsam mit ihren Eltern ein Heimspiel der SpVgg Greuther Fürth besuchen.

Die Refugee-Halle

Groß war das Jubelgeschrei der etwa 20 Mädchen und Jungen, als SpVgg-Jugendcoach Michael König bunte Leibchen austeilt und der Ball zum ersten Mal auf dem frischen neuen, grünen Funktionsboden rollt. Dabei war es keine alltägliche Kindergruppe, die mit großem Bewegungsdrang in dem neuen Raum in der Unterkunft an der Fürther Stadtgrenze hinter der Kugel herjagt. Es ist eine Gruppe von Flüchtlingskindern, die zurzeit in einer Übergangsklasse der Schule in der Frauenstraße unterrichtet werden.

Mehr als 40 Prozent der Menschen, die in der Unterkunft, der größten ihrer Art in Fürth, leben, sind Kinder und Jugendliche. Für diese wurde nun eine Bewegungsmöglichkeit geschaffen – mit großem Engagement und mit ehrenamtlicher Beteiligung. Die Idee, einen großen Raum im Gebäude zum „Bewegungsraum“ umzubauen, stammt von Projekteiter Christopher Spall, Ehrenamtlicher beim Freiwilligenzentrum Fürth. Mit der Unterstützung von "Das Kleeblatt fürs Leben", der Stadt Fürth, der Datev e.G., der Firma Fürstenhöfer und der Firma Wild und Panda konnten ein Multifunktionsboden und Sportgeräte (u. a. Tore, Tischtennisplatten) im Wert von 18 000 Euro angeschafft und installiert sowie für die sportliche Nutzung vorbereitet werden.

Die wichtige Rolle des sozialen Trägers hatten die ISKA sowie die Caritas Fürth übernommen. „Die Idee“, so Christopher Spall, „ist durch Notwendigkeit entstanden. Wir mussten viele Leute zusammenholen und hartnäckig bleiben.“ Das ist mehr als gelungen, und so bedankte sich Fürths Sozialreferentin Elisabeth Reichert bei Spall und allen Mitstreitern herzlich: „Solche Projekte fördern den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Das funktioniert in Fürth hervorragend.“ SpVgg-Geschäftsführer Holger Schwiewagner betonte, dass „das Kleeblatt seine soziale Verantwortung sehr ernst nimmt.“ Deswegen habe man gerne auf das Netzwerk des Vereins zurückgegriffen.

Die Firmen Wild und Panda, die die Reinigung des Raums übernommen hatte, sowie Fürstenhöfer, die für den Boden verantwortlich zeichnete, sind langjährige Kleeblatt-Partner. Nicolas Heckel, Leiter von "Das Kleeblatt fürs Leben", dankte deshalb vor allem diesen Partnern für die unbürokratische Hilfe: „Es war eine interessante Reise, die wir zusammen erlebt haben. Wir haben am Ende etwas Tolles geschafft.“ Bürgermeister Markus Braun hob die Rolle des Kleeblatts nicht nur bei diesem Ereignis hervor: „Die SpVgg ist mittlerweile ein wertvoller Partner für viele soziale Projekte in der Stadt.“