William-Townley-Weg eingeweiht

In der Nähe des Ronhofs

von links: Sepp Körbl, OB Dr. Thomas Jung, Birgit Bayer-Tersch und Rachid Azzouzi.
Abseits des Rasens
Dienstag, 12.11.2019 // 15:49 Uhr

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung enthüllte heute im Beisein der Stadträtin Birgit Bayer-Tersch und des Stadtrats Sepp Körbl sowie Kleeblatt-Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi ein brandneues Straßenschild: Der Verbindungsweg zwischen der Erlanger Straße und der Boenerstraße entlang des Getränkemarkt-Parkplatzes trägt nun den Namen „William-Townley-Weg“.

Damit wird der legendäre englische Trainer, der die SpVgg Fürth 1914 und 1926 zum Deutschen Meistertitel und 1931 zur Süddeutschen Meisterschaft geführt hatte, an treffender Stelle geehrt. „Es gibt wohl kaum einen besseren Weg als diesen, den buchstäblich viele hundert Kleeblatt-Fans an jedem Spieltag nehmen“, freute sich der Oberbürgermeister, dass die Suche erfolgreich war, denn; „Eine Straße einfach so umzubenennen, ist sehr schwierig. Aber die Lösung war dieser Weg, der bisher ja namenlos war“, freute sich Dr. Jung über die unkomplizierte Möglichkeit.

Wir versuchen, viele Jahrzehnte später, diesem Ideal nachzueifern.
Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport SPVGG GREUTHER FÜRTH

Dass man William Townley in Sichtweite des Sportparks Ronhof | Thomas Sommer zu Ehren kommen lässt, ist mehr als verständlich. „William Townley stand für einen gepflegten Fußball, er hat das Flachpass-Spiel eingeführt, und er war unheimlich erfolgreich damit. Das Kleeblatt stand immer für guten Fußball, und wir versuchen, viele Jahrzehnte später, diesem Ideal nachzueifern“, so Azzouzi, der schmunzelnd anfügte: „Ganz so erfolgreich sind wir noch nicht, aber wir arbeiten dran.“

Sepp Körbl wies darauf hin, dass Townleys Arbeit ein wesentlicher Bestandteil der damaligen Fußball-Hochburg bestehend aus dem Kleeblatt und dem FCN gewesen sei, die viele Jahre den deutschen Fußball beherrscht hatte, und dass Townley für die Ausbildung vieler Fürther Spieler verantwortlich war, die es dann auch in die Nationalmannschaft geschafft hatten. Deshalb hatte die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, den Weg nach Townley zu benennen.

William Townley, der als Profi in England bei den Blackburn Rovers gespielt hatte und auch zwei Mal für England aufgelaufen war, wurde 1911 Trainer der SpVgg Fürth. Bekannt war er da schon, war er doch 1910 mit dem Karlsruher FV bereits Deutscher Meister geworden. Er revolutionierte den Spielstil der Fürther und legte den Grundstein für die Erfolge der nachfolgenden 20 Jahre.

Townley coachte das Kleeblatt von April 1911 bis Dezember 1913, vom Mai 1926 bis September 1927 und von September 1930 bis Februar 1932.