Schmerzhafter Schritt

Der Spieltagskommentar.

Profis
Montag, 15.04.2019 // 10:37 Uhr

Die SpVgg Greuther Fürth wusste bei der Auswärtspartie in Bochum zeitweise zu überzeugen, brachte den Lohn aber nicht mit zurück nach Franken.

Diese Bandbreite an Niederlagen, wie es sie im Fußball gibt, findet man woanders wohl nur ganz selten. Sie können verdient sein oder unverdient. Klar und deutlich oder unglücklich, unnötig, unvorhersehbar. Eines haben sie aber alle gemein: Sie sind ärgerlich. Natürlich ist eine verdiente Niederlage manchmal auch leichter wegzustecken, als wenn beim Abpfiff klar ist, dass mehr drin gewesen wäre. Definitiv mehr drin war beim Auswärtsspiel in Bochum: Die Statistiken führen das Kleeblatt in nahezu allen Belangen als die überlegene Mannschaft auf. Für eine Auswärtsmannschaft zeigte man eine sehr offensive Ausrichtung, erspielte sich dank schöner Kombinationen auch einige gute Möglichkeiten – und erzielte folgerichtig zwei Tore. Beide regulär erzielt.

Es scheint sich aber durch diese Saison zu ziehen: Wie in Köln, Berlin und Hamburg konnte man auch in Bochum wieder über Schiedsrichterentscheidungen diskutieren. Mit Unterstützung aus dem Kölner Keller, wie es sie ab der kommenden Saison auch in Liga Zwei gibt, wäre auch beim VfL eine ausschlaggebende Entscheidung revidiert worden: Denn Hinterseer stand bei seinem Ausgleichstreffer zum 2:2 nicht nur knapp im Abseits. Der Assistent hatte es allerdings nicht erkannt. Es war eine Phase, in der die Spielvereinigung den Ball gut laufen ließ, sich Chancen erspielte und den Gegner im Griff hatte. Im Fußball spricht man dann gerne vom Momentum.

Die richtigen Lehren ziehen

Dieses Momentum – und das bemängelte der Trainer hinterher – hatte man in Bochum nicht genutzt, um sich vorentscheidend zu belohnen. Von den Verantwortlichen und Spielern verwies nach dem Spiel also niemand auf das klare Abseits, man wollte es nicht als Ausrede heranziehen. Man fasste sich an die eigene Nase und ärgerte sich darüber, dass man sich bei einem guten Auswärtsauftritt nichts Zählbares mitnehmen konnte. Die richtigen Lehren wird das junge Team von Stefan Leitl herausziehen und dadurch in seiner Entwicklung voranschreiten. Manchmal sind es gerade auch die schmerzhaften Erfahrungen, die einen nochmal ein ganzes Stück nach vorne bringen.

Die Grundtugenden brachte die Fürther Elf übrigens auch in Bochum auf den Platz – und wird sie auch gegen Union Berlin wieder zeigen: Dann beginnt mit dem Spiel gegen den aktuell Tabellendritten eine Heimspielserie gegen die Topteams, unterbrochen von den Auftritten in Magdeburg und Aue – es ist also alles dabei im Schlussspurt dieser Saison. Der Spielvereinigung wird in den verbleibenden fünf Spielen alles abverlangt werden. Für diese Erkenntnis braucht es noch keinen Videoassistenten.

 

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